Gute Ägerer Leistung schlecht belohnt

Der FC Ägeri begegnete dem favorisierten NK Pajde Möhlin lange Zeit auf Augenhöhe. Der Traum von einem Punktegewinn platzte erst kurz vor Schluss.

Martin Mühlebach
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Michael Schwarzenberger (FC Ägeri, links) und Jlje Petanjek (NK Pajde) kämpfen um den Ball. (Bild: Werner Schelbert (Unterägeri, 19. August 2018))

Michael Schwarzenberger (FC Ägeri, links) und Jlje Petanjek (NK Pajde) kämpfen um den Ball. (Bild: Werner Schelbert (Unterägeri, 19. August 2018))

In der 83. Spielminute zupfte der Ägeri-Abwehrchef Sven Huber seinen Gegenspieler im Strafraum kurz am Trikot. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Mladen Popovic liess sich die Chance nicht entgehen, er verwandelte den Penalty sicher. NK Pajde Möhlin lag 1:0 in Front.

Bis zu diesem Zeitpunkt sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Beide Teams benötigten rund 20 Minuten, um bei den hochsommerlichen Temperaturen in Schwung zu kommen. Danach entwickelte sich ein attraktives Spiel, das bis zur Halbzeitpause hin- und her wogte.

Foulpenalty leitete Niederlage ein

NK Pajde Möhlin, der Stammverein des kroatischen Vizeweltmeisters Ivan Rakitic, der als potenzieller Aufstiegskandidat gehandelt wird, legte nach dem Seitenwechsel einen Zacken zu. Doch Fabio Elsener, der Torhüter der Platzherren, machte vorerst alle Abschlussversuche der Gäste zunichte, bis er gegen den eingangserwähnten, gut getretenen Elfmeter, nichts mehr auszurichten vermochte. Nach dem knappen Rückstand warf Ägeri alles nach vorne. Aber ohne seinen Spielertrainer Dragoljub Salatic, der sich in der 64. Minute auswechseln liess, fehlte den Platzherren die ordnende Hand im Mittelfeld. Es entstanden Lücken, die den auf Kontervorstösse lauernden Gästen in die Karten spielten. Und so kam es, wie es kommen musste: Mladen Popovic erzielte in der Nachspielzeit seinen zweiten Treffer, der Pajde – nicht unverdient – 3 Punkte einbrachte. Dragoljub Salatic sagte nach dem Schlusspfiff: «Meine Mannschaft hat gegen den Aufstiegskandidaten NK Pajde eine gute Leistung abgerufen. Die Einstellung und die Laufbereitschaft haben gestimmt.» Doch das Spiel gegen Pajde habe aufgezeigt, dass das Umschaltspiel seiner Elf noch zu wenig schnell ausgelöst und dass zu wenig clever verschoben werde.

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