Flavia Stutz läuft dreimal zum Sieg – und lobt die Organisatoren

Die Luzerner Laufserie Go-In6Weeks sorgt mit ihren in den Herbst verlagerten Rennen für grosses Echo.

Jörg Greb
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Langsam zurück im Wettkampfmodus: Flavia Stutz.

Langsam zurück im Wettkampfmodus: Flavia Stutz.

Bild: PD

Die 24-jährige Flavia Stutz von der LR Gettnau lief drei der fünf Rennen der Mittwochabendserie Go-In6Weeks. Sie landete drei überlegene Siege. Die Tatsache, dass die einstige EM- und Cross-EM-Teilnehmerin im Nachwuchs diese Rennen nun mit grösserer Zuwendung und Seriosität anging, war begründet: Es fehlte an Alternativen. Viele Veranstalter mussten absagen. Und da spielten auch die persönlichen Umstände mit. Im Frühling sah sich Stutz durch eine Ermüdungsfraktur zurückgebunden. Go-In6Weeks erkannte sie als Möglichkeit, um vorsichtig in den Wettkampfmodus zurückzufinden. «Wieder einmal eine Startnummer tragen und die Wettkampfstimmung aufsaugen: Das hat gutgetan», bilanzierte sie. Vor allem ihr Comeback-Lauf am Zugerberg (dieser rückte erstmals in die Serie und wurde als Co-Rennen integriert) wirkte wegweisend.

Neben den beiden weiteren Rennen der Serie in Gettnau und Hitzkirch lief Stutz die Zehn-km-Strassenlauf-SM (11.) sowie den Berglauf Hasle–Heiligkreuz–First (1.). «Ich spüre, wie es aufwärtsgeht», sagt sie nun mit Blick auf ihr neu formuliertes Herbstziel, die Schweizer Meisterschaft im Cross Mitte November. Ein Dankeschön richtet sie an die Organisatoren von Go-In6Weeks: «Diese Leute haben den Mut aufgebracht, an ihrer Vision festzuhalten und sich den neuen Regeln zu stellen. Das war sehr wertvoll.» Lob entgegennehmen durften die Macher von verschiedenster Seite. Co-Präsident Dominik Lötscher spricht «von einer oft gezeigten und auch geäusserten Freude». Die Dankbarkeit war gegenseitig.

Der Anlass bestand aus fünf statt sechs Läufen. Und der Rahmen war noch familiärer als üblich. 200 Personen liefen durchschnittlich pro Lauf. In den Vorjahren waren es knapp 400. Insgesamt beteiligten sich rund 500 statt der üblichen knapp 1000 Läufer. «Es war ein Miteinander mit viel Respekt und gegenseitiger Anerkennung», fasst Lötscher zusammen. Helfer und Teilnehmer schätzten eine «Fast-Normalität». Dazu zählten neue Empfindungen wie das Laufen in der Nacht mit Stirnlampe aufgrund der schnell kürzer werdenden Tage.

Die Etappensieger neben Stutz hiessen bei den Frauen Barbara Jurt (2) sowie bei den Männern Sven Marti (2), Sandro Schmid, Martin Zürcher und Antonio Carvalho. Eine Gesamtsiegerin respektive ein Gesamtsieger wurde in diesem Jahr nicht ausgezeichnet.