Aline Danioth und zwei Zentralschweizer Ruderinnen machen das Rennen

Skirennfahrerin Aline Danioth gewinnt den Sporthilfe-Nachwuchspreis. Auch zwei Ruderinnen werden geehrt.

Jörg Greb
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Das siegreiche Ruderteam (von links): Célia Dupré, Jana Nussbaumer (Unterägeri) und Lisa Lötscher aus Meggen. Auf dem Bild fehlt Emma Kovacs. Bild: Sporthilfe/Aladin Klieber (Horgen, 5. April 2019)

Das siegreiche Ruderteam (von links): Célia Dupré, Jana Nussbaumer (Unterägeri) und Lisa Lötscher aus Meggen. Auf dem Bild fehlt Emma Kovacs. Bild: Sporthilfe/Aladin Klieber (Horgen, 5. April 2019)

Die Innerschweiz profiliert sich weiter als Hochburg im Schweizer Nachwuchssport. Ein Blick auf die Sieger im Nachwuchspreis der Sporthilfe letzten fünf Jahre unterstreicht diese Aussage. Bei den Sportlerinnen schwang 2014 die Schwyzer Skirennfahrerin Corinne Suter obenaus, zwei Jahre später triumphierte der Buochser Marco Odermatt erneut ein Vertreter der Sparte Ski alpin. Und im letzten Jahr setzte sich die Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron durch.

2018 fiel die Wahl beim weiblichen Nachwuchs erneut auf eine Skirennfahrerin und erneut eine Zentralschweizerin. Aline Danioth (kleines Bild) setzte sich in der Endausmarchung knapp vor der Berner Leichtathletin Delia Sclabas und der Schaffhauser Tennisspielerin Leonie Küng durch – vor allem dank der Publikumsstimmen. Die Andermatterin erhielt für den Sieg einen Check über 12 000 Franken.

Nervenprobe bevor der Sieg feststand

«Das war eine Nervenprobe, ich war sehr nervös vor der Entscheidung», sagte Aline Danioth nach der Wahl am Freitagabend. Dabei erinnerte sie sich an die Wahl aus dem vorletzten Jahr. Damals verpasste sie den Sieg nur ganz knapp. «Umso schöner, dass ich nun gewinnen konnte», sagte sie und atmete tief durch. Den Preis sieht die Junioren-Weltmeisterin in der Kombination und mit dem Team sowie Slalom-Dritte und Riesenslalom-Vierte als grosse Ehre: «Diese Auszeichnung durften schon viele grosse Namen im Skisport entgegennehmen. Meine Juniorenzeit hätte durch keine bessere Würdigung abgeschlossen werden können.»

Auch Nussbaumer und Lötscher zuoberst

Und auch die Ruderinnen aus dem Weltmeister-Boot des Junioren-Doppelviererer hatten allen Grund zur Freude. Dank des Leistungsausweises hoffte das Quartett mit Célia Dupré, Emma Kovacs, Jana Nussbaumer und Lisa Lötscher zwar auf den Titel und den damit verbundenen Check von 15 000 Franken. «Alle Nominierten haben Grosses erreicht. Wir dürfen mit diesem Erfolg nicht rechnen», relavierte Jana Nussbaumer aus Unterägeri im Vorfeld. Nach dem Sieg verspürt die Zugerin nun Ansporn und Anerkennung: «Wir wissen nun, dass uns die Öffentlichkeit wahrnimmt und unsere Leistungen auch einzuschätzen weiss. Jetzt liegt es an uns, zu zeigen, dass wir noch mehr erreichen können.» Bildlich schildert Lisa Lötscher aus Meggen, das, was sie nach dieser Ehrung mitnimmt: «Mein Rucksack hat sich mit diesem Sieg mit einem grossen Motivationspäckli gefüllt. Ich bin bereit für die Saison 2019.»

Die Ruderinnen setzten sich vor dem Alpinskiteam und den Beachvolleyballerinnen durch. Den Nachwuchspreis bei den Männern gewann der Mountainbiker Alexandre Balmer. Er verwies den Freestyler Noe Roth aus Baar auf den Ehrenplatz. Der Ski-WM-Kombinationszweite Semyel Bissig aus Wolfenschiessen belegte Platz 4.

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