slalom in flachau
Ramon Zenhäusern wird Sechster – der Österreicher Manuel Feller gewinnt erstmals ein Weltcup-Rennen

Kein Podestplatz für die Schweiz beim Slalom in Flachau. Dennoch landen vier Schweizer in den Top 12. Der Österreicher Manuel Feller holt sich den ersten Weltcup-Sieg.

Gabriel Vilares
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Ramon Zenhäusern beendet den Slalom in Flachau auf dem sechsten Platz.

Ramon Zenhäusern beendet den Slalom in Flachau auf dem sechsten Platz.

Keystone

Normalerweise taucht Flachau lediglich im Slalom-Weltcup-Kalender der Frauen auf. Nun finden die Ersatz-Rennen für Wengen im Salzburger Land statt, wo die Herren letztmals 2011 ein Rennen bestritten haben. Vor der Austragung sorgt die überschaubare Neigung der Piste für Gesprächsstoff. Ein einfacher Slalom, bei dem aber besonders die Risikobereitschaft gefragt ist.

Dieses Risiko musste Ramon Zenhäusern (28) im 2. Lauf eingehen. Im 1. Durchgang liegt er noch auf dem sechsten Platz, verliert aber über eine halbe Sekunde auf einen Podestplatz. Doch auch der 2. Lauf gelingt dem Walliser im Schneegestöber nicht fehlerfrei. Am Ende bleibt er auf dem sechsten Platz und verliert 1,30 Sekunden auf die Bestzeit.

Manuel Feller (28) feiert eine Premiere. Der Österreicher bezeichnete vor der Austragung die Piste abschätzig als «Märchenwiese». Das hat einige Schlagzeilen ausgelöst. Feller war vor dem Rennen entsprechend nervös, konnte dem Druck aber standhalten.

Clément Noël (23), der nach dem 1. Lauf noch in Führung liegt, beendet das Rennen auf dem zweiten Platz. Mit Marco Schwarz (25) landet ein weiterer Österreicher auf dem Podest.

Luca Aerni gelingt Exploit mit Startnummer 43

Luca Aerni (27) schafft die Qualifikation zum 2. Lauf mit der Startnummer 43. Nach dem 1. Lauf liegt er auf dem 18. Platz. Der Freiburger will im zweiten Durchgang noch mehr und kann sich mit einer angriffigen Fahrt um zehn Plätze verbessern. Mit dem 8. Platz ist Aerni der zweitbeste Schweizer.

Daumen hoch: Luca Aerni zeigt in Flachau eine tolle Leistung. Er wird zweitbester Schweizer.

Daumen hoch: Luca Aerni zeigt in Flachau eine tolle Leistung. Er wird zweitbester Schweizer.

Keystone

Der dritte Schweizer in den Top 10 mit dem 10. Rang ist Tanguy Nef (24) . Einen Platz hinter ihm landet Loïc Meillard (24). Sandro Simonet (25) vergibt leider eine wunderbare Ausgangslage aus dem ersten Durchgang. Dort überraschte er mit dem achten Zwischenrang alle. Am Ende belegt er den 21. Platz.

Den ersten Lauf auf der Hermann-Maier-Piste durfte Daniel Yule (27) eröffnen. Für ihn ist die Fahrt aber nach wenigen Sekunden bereits vorbei. Beim fünften Tor scheidet der Walliser aus.

Am Sonntag steht der nächste Slalom auf dem Programm. Um 10.30 Uhr starten die Männer auf der gleichen Piste in Flachau.