Tags zuvor musste sich Dennis beim Giro-Auftakt in Jerusalem Zeitfahr-Weltmeister Dumoulin geschlagen geben. Um winzige zwei Sekunden war der 27-Jährige aus dem amerikanisch-schweizerischen Team BMC im Einzelzeitfahren am rosafarbenen Leadertrikot vorbeigeschrammt.

Mit einem Geniestreich holte Dennis am Samstag Verpasstes nach. Im einzigen Zwischensprint auf den 167 km von Haifa nach Tel Aviv sicherte er sich drei Bonifikationssekunden. Dank diesen zog er in der Gesamtwertung an Dumoulin vorbei und führt nun mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Niederländer.

Dumoulin dürfte ob dem Verlust der Maglia Rosa aber nicht unglücklich sein, muss er doch seine Teamkollegen vom deutschen Rennstall Sunweb nicht über die ganzen drei Wochen für Nachführarbeiten einspannen.

Vivianis Genugtuung

Im Kampf um den Tagessieg mischten an der israelischen Mittelmeerküste in Tel Aviv weder Dennis noch Dumoulin mit. Diesen sicherte sich der Italiener Elia Viviani im Massensprint.

Der 29-jährige Profi vom belgischen Team QuickStep Floors, der im Vorjahr beim Jubiläums-Giro in der Mannschaft von Sky zu seiner grossen Enttäuschung keinen Platz gefunden hatte, löste sich im richtigen Moment aus dem Windschatten von Jakub Mareczko und setzte sich problemlos vor seinem Landsmann und dem Iren Sam Bennett durch.

Für Viviani war es der zweite Tagessieg bei der italienischen Landesrundfahrt. 2015 hatte der Sprintspezialist in Genova ebenfalls das zweite Teilstück für sich entschieden.

Letzte Etappe in Israel

Bevor der Giro-Tross am Montag per Flugzeug den Transfer nach Sizilien in Angriff nimmt, erhalten am Sonntag die Sprinter nochmals ihre Chance. Das dritte und zugleich letzte Teilstück in Israel führt über 229 km von Be'er Sheva nach Eilat am Roten Meer und ist erneut fast gänzlich flach.