Nibali fuhr am Sonntag bei der Schlussetappe über 199 km nach Brescia zeitgleich mit seinen Konkurrenten im Gesamtklassement über die Ziellinie. Der Radprofi des kasachischen Astana-Teams triumphierte nach den drei Wochen in Italien mit 4:43 Minuten Vorsprung vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran. Dritter wurde der Australier Cadel Evans (5:52 zurück), der Tour-de-France-Sieger von 2011.

Nach Platz drei bei der Tour de France 2012 und dem Vuelta-Sieg 2010 hat sich Nibali im Kreis der stärksten Rundfahrer der Welt etabliert. Allerdings wird es ein Kräftemessen bei der 100. Tour, die am 29. Juni auf Korsika beginnt, nicht geben. Der Italiener bevorzugt die Vuelta als WM-Vorbereitung.

Den Sieg im 21. und letzten Teilstück sicherte sich Mark Cavendish im Sprint. Für den britischen Exweltmeister war es der fünfte Etappensieg in dieser Rundfahrt. Cavendish holte damit zum ersten Mal das Rote Trikot des Punktbesten. Mit Steve Morabito, der den 34. Gesamtrang belegte, sowie Danilo Wyss (85.) nahmen auch zwei Schweizer am zweitwichtigsten Etappenrennen nach der Tour de France teil.

Der diesjährige Giro litt unter dem schlechten Wetter. Drei Alpenetappen mussten verkürzt werden, der 19. Tagesabschnitt fiel wegen Kälte, Eis und Schnee sogar komplett aus.

96. Giro d'Italia. 21. Etappe, Riese Pio X - Brescia (199 km): 1. Mark Cavendish (Gb) 5:30:09. 2. Sacha Modolo (It). 3. Elia Viviani (It), beide gleiche Zeit. - Schlussklassement: 1. Nibali 84:53:28. 2. Uran 4:43. 3. Evans 5:52. 4. Scarponi 6:48. 5. Betancur 7:28. 6. Przemyslaw Niemiec (Pol) 7:43. 7. Majka 8:09. 8. Benat Intxausti (Sp) 10:26. 9. Mauro Santambrogio (It) 10:32. 10. Pozzovivo 10:59. Ferner die Schweizer: 34. Steve Morabito 1:09:32. 85. Danilo Wyss 2:32:56.