Tour de France

Vierter Tour-Etappensieg für Australier Ewan

Caleb Ewan jubelt in Sisteron über seinen vierten Etappensieg bei der Tour de France

Caleb Ewan jubelt in Sisteron über seinen vierten Etappensieg bei der Tour de France

Die 3. Etappe der 107. Tour de France wird zur erwarteten Angelegenheit für die Sprinter. Der Sieg nach den 198 km von Nizza nach Sisteron geht dank idealem Timing an Caleb Ewan.

Als das Feld den letzten Kilometer in Angriff nahm, lag Caleb Ewan noch vergleichsweise weit zurück. Der kleingewachsene Australier war bestens informiert über den auf der Zielgerade herrschenden Gegenwind. Abwarten hiess deshalb die Devise. Auch 400 m vor der Ziellinie befand sich der 26-Jährige noch längst nicht in den ersten zehn Positionen. Doch als Ewan am Ende auf fast 70 km/h beschleunigte, da umkurvte er die Gegner fast wie Slalomstangen.

"Manchmal gehts gut, manchmal nicht. Heute jedoch fand ich die Lücke, es lief perfekt", sagte Ewan nach seinem vierten Tour-Etappensieg. 2019 hatte der nur 165 cm grosse Sprinter aus Down Under bei seinem Debüt in der Frankreich-Rundfahrt gleich dreimal gewonnen, so unter anderem auch die prestigeträchtige Schlussetappe in Paris. Für Ewans belgisches Team Lotto Soudal hatte der Triumph insofern etwas Versöhnliches, weil es nach der 1. Etappe in Nizza mit Philippe Gilbert und John Degenkolb bereits zwei Topfahrer nach Stürzen verloren hatte.

Sagan in Grün

Zweiter in Sisteron wurde Sam Bennett. Der Ire, der bei der Tour de France seine erste Top-3-Platzierung errang, wartete ebenfalls lange zu, dennoch sah er sich kurz vor der Ziellinie noch von Ewan abgefangen. Peter Sagan hingegen befand sich viel zu früh im Gegenwind. Der dreifache Ex-Weltmeister aus der Slowakei übernahm dennoch die Führung in der Punktewertung, die er schon siebenmal zu seinen Gunsten entschied. Er wolle das grüne Trikot nun gleich bis Paris behalten, kündigte Sagan danach an.

Im Gesamtklassement ergaben sich ganz an der Spitze keine Veränderungen. Der Franzose Julian Alaphilippe führt weiterhin mit vier Sekunden Vorsprung vor dem Briten Adam Yates. Dritter ist nach wie vor Marc Hirschi (0:07 zurück). Der 22-jährige Berner Tour-Debütant verteidigte problemlos das weisse Trikot für den besten Jungprofi, welches er am Sonntag in Nizza mit seinem 2. Platz hinter Alaphilippe erobert hatte.

Am Dienstag erste Bergankunft

Schon am Dienstag häufen sich jedoch die Schwierigkeiten wieder. Es kommt mit der ersten Bergankunft zum Kräftemessen unter den Favoriten. Von Sisteron führt die 4. Etappe über 160,5 km nach Orcières-Merlette, einer auf 1825 Meter Höhe gelegenen Skistation. Der Schlussanstieg von 7,1 km Länge weist eine durchschnittliche Steigung von 6,7 Prozent auf.

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