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Stefan Küng holt seinen ersten Schweizer Meistertitel im Zeitfahren

Stefan Küng - hier beim Zeitfahren an der Tour de Suisse in Schaffhausen - sicherte sich seinen ersten Meisteritel im Kampf gegen die Uhr

Stefan Küng - hier beim Zeitfahren an der Tour de Suisse in Schaffhausen - sicherte sich seinen ersten Meisteritel im Kampf gegen die Uhr

Der Thurgauer Stefan Küng erringt seinen ersten Schweizer Meistertitel im Zeitfahren und wird damit Nachfolger von Fabian Cancellara.

Der 23-jährige Stefan Küng gewinnt in Lüterkofen-Ichertswil den Kampf gegen die Uhr. Der BMC-Profi holt bei den Schweizer Meisterschaften im Einzel-Zeitfahren den Titel vor seinem Mannschaftskollegen Silvan Dillier und dem Lausanner Théry Schir. Damit trat der Thurgauer die Nachfolge von Fabian Cancellara an.

Der Olympiasieger und Weltmeister im Ruhestand hatte im vergangenen Jahr seinen zehnten Titel geholt. Wie Cancellara vor fünf Jahren in Messen hatte Küng nicht nur die Rennfahrer als Gegner, sondern ein Postauto, welches er bei Kilometer 10 in Gächliwil überholen musste.

«Ich bin die erste der beiden Runden sehr schnell angegangen und hatte schon bald fünfzig Sekunden Vorsprung auf Silvan Dillier», resümierte Stefan Küng. «In der zweiten Runde wollte ich dann vor allem in der Abfahrt von Gächliwil nach Gossliwil hinunter nicht mehr zu viel riskieren und nahm etwas Tempo weg», sagte der Bahn-Weltmeister von 2015.

Küng dankte den Organisatoren von Swiss Cycling für die gute Durchführung der Schweizer Meisterschaften und für den schönen Parcours, «in dem alles enthalten war und der der keine gefährlichen Passagen enthielt». Für ihn seien die Schweizer Meisterschaften ein guter Test für die anstehende Tour de France. Diese beginnt am Samstag in einer Woche in Düsseldorf mit einem 14 Kilometer langen Zeitfahren. Am Sonntag wird Küng in Affoltern am Albis auch an der Schweizer Strassen-Meisterschaft starten.

Silvan Dillier meinte zu seinem zweiten Platz und den 57,5 Sekunden Rückstand: «Ich bin mit der Silbermedaille zufrieden. Gegen den Spezialisten Stefan Küng zu verlieren, ist sicher keine Schande.» Die Brutofen-Hitze sei kein Problem gewesen für ihn: «Letzte Woche in Südfrankreich hatten wir Temperaturen bis zu 38 Grad.» Dillier wurde am letzten Wochenende Gesamtsieger an der dreitägigen Tour du Sud in Südfrankreich.

Als Gesamtsechster erhielt der Bahn-Spitzenfahrer Cyrille Thiery im solothurnischen Bezirk Bucheggberg das Schweizer-Meister-Trikot in der Kategorie Elite National. Bei den U23-Fahrern sicherte sich der letztjährige Junioren-Weltmeister auf der Bahn, Marc Hirschi den Titel. Bei den Frauen gab es mit der 25-jährigen Hindelbankerin Marlen Reusser eine Überraschungssiegerin. Sie verwies die arrivierte Marcia Eicher und Nicole Hanselmann auf die Ehrenplätze.

Erstaunlich, denn die Medizinstudentin Marlen Reusser ist erst seit drei Jahren aktiv. «Ich habe erst vor drei Wochen mein erstes Zeitfahren bestritten. Von Langnau nach Zäziwil. Mit dem Titel habe ich niemals gerechnet, höchstens von einer Medaille geträumt», freute sich die neue Schweizer Meisterin. Die beiden Solothurnerinnen Maja Frey und Petra Eggenschwiler konnten sich als Siebte und Achte in den Top-Ten der Frauen platzieren. «Ich bin heute mehr aus dem Training heraus gestartet. Denn im April musste ich mich einer Fussoperation unterziehen lassen», sagte die Thalerin Petra Eggenschwiler nach dem Rennen. «Jetzt will ich am Sonntag mein Debüt in der diesjährigen Jura-Top-Tour geben und beim Grenchenberglauf teilnehmen.»

Eindrücke von den Schweizermeisterschaften im Zeitfahren 2017 mit Start und Ziel in Lüterkofen SO

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