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Silvan Dillier: "Es war ein einzigartiges Rennen für mich"

Lokalmatador Silvan Dillier verpasste in seinem Heimatdorf Schneisingen die Titelverteidigung und wurde am Ende Achter. Trotzdem war der 27-Jährige von der Organisation und der Unterstützung bei sich zu Hause beeindruckt. Jetzt gilt aber alle Konzentration der Tour de France, welche am kommenden Samstag beginnt.

Marcel Kuchta
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Schweizer Meisterschaften 2018 Strasse in Schneisingen

Schweizer Meisterschaften 2018 Strasse in Schneisingen

Alexander Wagner

Silvan Diller, die Erwartungen waren hoch. Jetzt wurden sie Achter. Sind Sie enttäuscht?

Silvan Dillier: Ehrlich gesagt bin ich ohne grosse Erwartungen ins Rennen gegangen. Darum ist die Enttäuschung auch nicht so gross. Ich habe einfach probiert, das bestmögliche Rennen zu machen. Taktisch war es sehr schwierig. Ich habe gehofft, dass Mathias Frank es für unser Team (AG2R, Anm. der Red.) richten kann. Leider ist es nicht aufgegangen.

Wie war es für Sie, dass Ihnen ein ganzes Dorf die Daumen drückt?

Es war fantastisch! Ich bin wirklich stolz auf die ganze Organisation. Der ganze Anlass war ein Hit. Praktisch das ganze Dorf Schneisingen stand am Strassenrand. Dazu noch ganz viele Zuschauer und Fans aus der Region. Es war ein einzigartiges Rennen für mich.

Wenn man Ihnen vor den Schweizer Meisterschaften einen 2. Platz im Zeitfahren und einen 8. Platz im Strassenrennen angeboten hätte, hätten Sie unterschrieben?

Die Silbermedaille ja. Aber im Strassenrennen war ich schon am Start, um um den Sieg mitzufahren. Aber eben: Die Schweizer Meisterschaften sind taktisch immer schwierig. Und ich wusste, dass alle Augen auf mich gerichtet sind, dass ich mich keinen Zentimeter unbeobachtet bewegen kann.

Schweizer Meisterschaften Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten)
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Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten). Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten).
OK-Präsident August Widmer (links), der Aargauer Sportminister Alex Hürzeler und Adrian Baumgartner (rechts), Ehrenpräsident des Organisationskommitees sowie Gemeindeammann von Schneisingen.
Stefan Küng vom BMC Racing Team, der Schweizer Meister im Einzelzeitfahren wurde, im Interview vor dem Strassenrennen.
Schweizer Meisterschaften 2018 in Schneisingen. Start der Elite in Schneisingen.
 Die Fluchtgruppe in Schneisingen.
 Das Feld in Schneisingen.
 Durchfahrt des Feldes in Schneisingen.
 Fans aus dem Wallis von Steve Morabito in Schneisingen mit Fahnen ausgerüstet.
 Silvan Dillier kurz nach dem Start in Schneisingen.
Start der Elite in Schneisingen.
 Kurz vor dem Start in Schneisingen.
 Die Hymne wurde live gespielt.
 Alex Hürzeler (links) und Gemeindeammann Adrian Baumgartner geben den Startschuss.
 Das Feld der U19 in Schneisingen.
 Das Feld wird abgekühlt im gluehend heissen Schneisingen.
 Silvan Dillier mit einer fast schon entschuldigenden Geste bei der Zieleinfahrt in Schneisingen.
 Viel Unterstützung fuer Silvan Dillier.
 Lokalmatador Silvan Dillier im Interview.
Schweizer Meisterschaften 2018 Strasse in Schneisingen
 Viel Unterstützung für Silvan Dillier im ganzen Dorf Schneisingen.
 Zieldurchfahrt der Elite in Schneisingen vor zahlreichen Zuschauern.
 Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten).
 Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten).
 Silvan Dillier (rechts) zwischen Siglistorf und Schneisingen.
Schweizer Meisterschaften 2018 Strasse in Schneisingen
 Das Feld wird abgekühlt im gluehend heissen Schneisingen.
 Alex Hürzeler (links) und Gemeindeammann Adrian Baumgartner geben den Startschuss.
Kurz vor dem Start in Schneisingen.
Silvan Dillier (links) verteilt den Kindern von der Jugi Schneisingen seine Autogramme.
 Silvan Dillier kurz nach dem Start in Schneisingen.
 Durchfahrt des Feldes in Schneisingen.
Viel Fans am Strassenrand unterstützen die Radfahrer lautstark.
 Die Fluchtgruppe in Schneisingen.
 Das Feld der U19 in Schneisingen.
 Zieldurchfahrt der Elite in Schneisingen vor zahlreichen Zuschauern.

Schweizer Meisterschaften Steve Morabito (vorne) gewinnt die Schweizer Meisterschaften im Sprint vor Patrick Schelling (hinten)

Alexander Wagner

War der Erwartungsdruck belastend?

Am Ende kommt der Druck sowieso immer von mir selber. Ich hätte gerne gewonnen hier in Schneisingen. Aber ich denke, dass ich mit der Situation recht gut umgehen konnte.

Hätten Sie die Beine noch einmal gehabt, den Abstand nach vorne zu reduzieren, wenn es die Rennsituation zugelassen hätte?

Alleine hätte ich es nicht richten können. Vor allem dann nicht, wenn die Spitzengruppe so gut harmoniert.

Am Samstag starten Sie Ihre erste Tour de France. Wie sieht das Programm bis dahin aus?

Ich bin nur noch Montag und Dienstag zu Hause. Am Mittwoch besammelt sich das Team in Frankreich. Dort werden wir am Donnerstag noch einmal das Mannschafts-Zeitfahren trainieren. Am Freitag stehen Medientermine und die Fahrerpräsentation auf dem Programm. Und dann gehts schon los.

Freuen Sie sich? Oder dominiert doch eher die Nervosität?

Nervös bin ich gar nicht, aber ich gehe mit Respekt und Ehrfurcht an die Aufgabe. Ich freue mich, das Ganze mal als Fahrer erleben zu dürfen. Die Tour de France ist noch einmal ein anderes Kaliber als Giro oder Vuelta.

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