Das dritte Teilstück mit nur einem richtigen Bergpreis bei Rennhälfte war eines der wenigen, das auf die Sprinter zugeschnitten war. Und so erstaunte es nicht, dass 14 km vor dem Ziel mit Alexid Gougeard und Maarten Tjallinghii die letzten zwei von ursprünglich acht schon kurz nach dem Start ausgerissenen Fahrern eingeholt worden sind.

Im Spurt setzte sich der Slowake Peter Sagan gegen den Franzosen Nacer Bouhanni durch, der nach einem Sturz zu Beginn der Etappe sich mühsam wieder nach vorne kämpfen musste. Als Dritter überquerte der Deutsche John Degenkolb die Ziellinie, der somit weiter auf seinen 10. Triumph bei der Spanien-Rundfahrt warten muss. Am Dienstag von Estepona nach Vejer de la Frontera (209,6 km) mit keinen nennenswerten Hindernissen bietet sich ihm die nächste Chance.

Im Gesamtklassement änderte sich nichts: Der Kolumbianer Johan Esteban Chaves trägt weiterhin das Rote Trikot und führt mit fünf Sekunden vor dem Franzosen Tom Dumoulin und 15 Sekunden vor dem Iren Nicolas Roche.

Für Fabian Cancellara ist die Vuelta bereits vorbei. Der Schweizer klagte schon in den letzten Tagen über Magen-Darm-Probleme und erreichte am Sonntag das Ziel als Zweitletzter mit fast einer halben Stunde Rückstand. Heute gab Cancellara während der Etappe das Rennen entkräftet auf.

Eine erfreulichere Nachricht konnte das Schweizer IAM-Team vermelden. Beim Australier David Tanner wurde nach seinem Sturz am Sonntag ein Beckenbruch befürchtet, nun ergab eine genaue Untersuchung im Spital von Malaga, dass sich Tanner "nur" schmerzhafte Prellungen, aber keine Frakturen zugezogen hat.