Für einige Fahrer mit Ambitionen auf den Gesamtsieg wurde die 214 km lange Etappe schwieriger als erhofft. Einerseits erschwerte der strömende Regen die Aufgabe und andererseits sorgte der Rennverlauf für Hektik, denn 30 km vor dem Ziel teilte sich das Feld.

Der Italiener Domenico Pozzovivo, der Ecuadorianer Richard Carapaz und der Australier Rohan Dennis, im Gesamtklassement in den Rängen 4, 5 und 7 klassiert, befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der hinteren Gruppe.

Es brauchte eine 10 km lange Verfolgungsjagd, um den Anschluss wieder zu schaffen. So änderte letztlich in der Gesamtwertung auf den ersten zwölf Positionen nichts. Der Brite Simon Yates liegt als Leader unverändert 47 Sekunden vor dem Niederländer Tom Dumoulin.

Entscheidung mit 50 Fahrern

In der Entscheidung kämpften indes nur noch gut 50 Fahrer um den Tagessieg. Der Rest sah sich schon vor dem Finale abgehängt. Auch der Italiener Elia Viviani, der zu Giro-Beginn im Spurt zweimal erfolgreich geblieben war, hatte in der ersten Gruppe keinen Unterschlupf gefunden.

Dies nutzte Sam Bennett aus. Am vergangenen Freitag in Praia a Mare hatte der 27-Jährige als erster Ire seit 31 Jahren eine Giro-Etappe gewonnen. Nun dauerte es weniger als eine Woche bis zum nächsten Erfolg. Bennett siegte in Imola auf eine für einen Sprinter untypische Weise.

Er setzte aus dem Feld heraus dem zu diesem Zeitpunkt noch knapp vorne liegenden Führungsduo mit dem Slowenen Matej Mohoric und dem Kolumbianer Carlos Betancur nach. So befand er sich schon weit vor dem Zielstrich vorne. Das nachfolgende Feld kam aber nicht mehr an Bennett heran.

Am Freitag geht es in die Region um Venedig. Erneut könnten die Sprinter zum Zuge kommen, ehe dann am Wochenende zwei schwere Bergetappen folgen. Der Abschnitt vom Samstag führt zum Monte Zoncolan. Dieser Aufstieg, 10 km lang und bis zu 22 Prozent steil, gilt als einer der schwierigsten europaweit.