Der Zuger beendete im Alter von 38 Jahren sein letztes Rennen, die Guangxi-Rundfahrt in China, im 58. Schlussrang.

Was 2001 beim damaligen Post-Swiss-Team mit einem eher unwichtigen Rennen in Belgien begonnen hatte, endete für Rast 18 Jahre später ebenso unspektakulär in Guilin im Süden Chinas. 6:36 Minuten verlor Rast in der Gesamtwertung der Guangxi-Rundfahrt auf den Italiener Gianni Moscon, der die Gesamtwertung des letzten World-Tour-Rennens 2018 für sich entschied.

"Ich bin happy, dass ich meinen Traum so lange leben konnte. Nun ist es Zeit für einen Wechsel", verabschiedete sich Rast nach seinem letzten Renneinsatz auf den sozialen Medien. Der Zuger wird auch nach der aktiven Karriere für seinen letzten Arbeitgeber, das Team Trek-Segafredo, tätig sein.

Der stille Abschied passt zu Rast. Der Zentralschweizer gehörte während seiner gesamten Karriere in der Regel nicht zu den Fahrern, die um den Sieg kämpften. Rast, der 10 grosse Rundfahrten und 51 Klassiker bestritt, entwickelte sich stattdessen zu einem der wertvollsten und geschätztesten Helfer im Feld. So hielt er zum Beispiel jahrelang Fabian Cancellara den Rücken frei. Seine grössten Erfolge feierte Rast 2011 mit einem 4. Rang bei Paris-Roubaix und 2013 mit einem Etappensieg an der Tour de Suisse.

World-Tour-Gesamtsieg für Simon Yates

Der letzte Sieger der World-Tour-Saison 2018 nebst Gianni Moscon hiess Fabio Jakobsen. Der erst 22-jährige Niederländer gewann im Massensprint die letzte Etappe der Guangxi-Rundfahrt und sicherte seinem Team QuickStep-Floors den 73. (!) Saisonsieg. Als bester Schweizer klassierte sich Silvan Dillier in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 1:35 Minuten im 43. Rang. Dank seiner aktiven Fahrweise holte sich der Aargauer vor Moscon das Bergpreis-Trikot.

Die Gesamtwertung der World Tour entschied der in China abwesende Simon Yates für sich. Der Brite sicherte sich den Sieg in der Jahreswertung mit seinem Triumph an der Spanien-Rundfahrt. Hinter Yates belegten der Slowake Peter Sagan und der Weltmeister Alejandro Valverde aus Spanien die nächstfolgenden Plätze. Als bester Schweizer wurde Dillier 81.