Die beiden Favoriten machten am Schluss den Sieg unter sich aus. Für das anspruchsvolle Finale in den verwinkelten Strassen galten Sagan und Albasini als die aussichtsreichsten Kandidaten auf den Erfolg. Der 24-jährige Slowake verfügte schliesslich nach der drei Kilometer langen Schlusssteigung über die grössten Kraftreserven.

Peter Sagan scheint sich in der Schweiz besonders wohl zu fühlen. Seit 2011 hat er in jedem Jahr mindestens zwei Etappensiege eingefahren. Nun triumphierte er auch an der aktuellen Tour de Suisse ein erstes Mal. Insgesamt war es sein bereits neunter Erfolg. Albasini befand sich in der letzten Kurve vor dem Ziel noch vorne, doch gegen die Power von Sagan kam er letztlich nicht an. Gut hielt sich auch der Luzerner Mathias Frank, der zeitgleich mit Etappensieger Sagan als Neunter einfuhr.

In der Gesamtwertung gab es an der Spitze keine Änderung. Der Deutsche Tony Martin, der seit dem Tour-Auftakt in Bellinzona in Gelb fährt, verteidigte sein Leadertrikot mit Erfolg.

Im Verlauf der Etappe hatten sich drei Schweizer in Szene gesetzt. Martin Kohler setzte sich zusammen mit dem Holländer Steven Kruijswijk nach rund 25 km vom Feld ab. Der Maximalvorsprung dieses Duos betrug rund 30 km später in Rotkreuz knapp fünf Minuten. Doch nach einer Flucht von über 100 km wurden Kohler und Kruijswijk in der Abfahrt vom Ricken in Richtung Wattwil wieder eingeholt.

Kurze Zeit später, im Anstieg zur Wasserfluh, ging auch Nino Schurter in die Offensive. Der Mountainbike-Weltmeister, der nach der Tour de Romandie auch für die Tour de Suisse zum Strassenfahrer mutierte, erhielt an der Spitze Gesellschaft durch Laurent Didier (Lux), Bergpreisleader Björn Thurau (De) und Landsmann Danilo Wyss. Aber auch dieser Aktion war kein Erfolg beschieden. 10 km vor dem Ziel sah sich Schurter wieder gestellt.

In der 4. Etappe am Dienstag, die von Heiden ins Zürcher Weinland nach Ossingen führt, werden wohl erstmals in dieser Rundfahrt die Sprinter zur Geltung kommen. Auf den zwei Zusatzschlaufen à 28 km ist zwar zweimal ein kurzer Anstieg nach Benken zu bewältigen. An diesem Berg der vierten Kategorie wird sich die Fraktion der Sprintstars aber kaum abhängen lassen.

Tour de Suisse. 3. Etappe, Sarnen - Heiden (202,9 km): 1. Peter Sagan (Slk). 2. Michael Albasini (Sz). 3. Sergio Henao (Kol). 4. Bauke Mollema (Ho). 5. Cadel Evans (Au). 6. José Rojas (Sp). Ferner: 9. Mathias Frank (Sz), alle gleiche Zeit. Ferner: 14. Tony Martin (De) 0:05. - Gesamtklassement: 1. Martin. 2. Tom Dumoulin (Ho) 0:06. 3. Sagan 0:14. Ferner: 9. Frank 0:29.