Sagan setzte sich nach 169 Kilometer von Bourg d'Oisans nach Valence um wenige Zentimeter vor dem Norweger Alexander Kristoff und dem Franzosen Arnaud Démare durch.

Sagan ist einer der wenigen der im Feld verbliebenen Topsprinter. Zahlreiche andere der endschnellen Profis wie die beiden zweifachen Etappensieger Fernando Gaviria aus Kolumbien und Dylan Groenewegen aus den Niederlanden hatten während der drei Alpenetappen aufgeben müssen oder waren wegen Überschreitens des Zeitlimits aus dem Rennen genommen worden. Für Sagan, der verhältnismässig gut über die Berge kommt, war es der insgesamt elfte Etappensieg an der Tour.

Geraint Thomas problemlos

An der Spitze des Gesamtklassement ergaben sich keine Veränderungen. Leader Geraint Thomas verteidigte sein Leadertrikot ohne Probleme. Der Brite führt weiterhin 1:39 Minuten vor seinem Landsmann und Teamkollegen Chris Froome und 1:50 Minuten vor dem Niederländer Tom Dumoulin.

Nach den drei turbulenten Tagen in den Alpen mit der Bergankunft auf der Alpe d'Huez am Donnerstag kehrte im Feld der Tour de France auf dem Weg in den Süden wieder etwas Ruhe ein. Dass die Etappe nicht ganz ereignislos über die Bühne ging, lag auch am Schweizer Michael Schär.

Schär versuchte es mit Soloflucht

Zusammen mit dem Neuseeländer Thomas Scully sowie den beiden Belgiern Dimitri Claeys und Thomas de Gendt bildete der Luzerner die vierköpfige Fluchtgruppe des Tages. Das Feld liess das Quartett aber nur bedingt gewähren, der Vorsprung der Flüchtlinge betrug nie wirklich mehr als zwei Minuten.

Als das Unterfangen aussichtslos wurde, setzte Schär 24 Kilometer vor dem Ziel noch zu einem Angriff an. Als letzter der vier Angreifer wurde der 31-Jährige, der im Team BMC sonst ausschliesslich Helferdienste verrichtet, knapp sechs Kilometer vor dem Ziel vom heranbrausenden Feld gestellt. Für seinen Effort wurde Schär als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet.