Der 28-jährige Pole vom Team Sky setzte sich auf dem 6,6 km langen und flachen Parcours 1,66 Sekunden vor dem Niederländer Jos van Emden durch. Der Strassen-Weltmeister von 2014, der im März in Italien das Mehretappenrennen Tirreno - Adriatico gewonnen hatte, gehört an der in knapp einem Monat beginnenden Tour de France zu den wichtigsten Helfern in der Equipe des vierfachen Tour-Champions Chris Froome.

Pech bekundete Kwiatkowskis Teamkollege Geraint Thomas. Der Brite stürzte bei Rennhälfte in einer Kurve und büsste am Ende 21 Sekunden auf die Siegerzeit ein. Damit klassierte sich Thomas aber noch vor dem Franzosen Romain Bardet (0:23 zurück) und dem Italiener Vincenzo Nibali (0:24), zwei weiteren Anwärtern auf den Gesamtsieg am Dauphiné.

Die beiden Schweizer Tom Bohli, Ende April starker zweiter im Prolog der Tour de Romandie, und Danilo Wyss büssten 18 beziehungsweise 29 Sekunden auf Kwiatkowski ein.

Normalerweise ziehen die Favoriten für die Tour de France die noch bis am Sonntag dauernde Dauphiné-Rundfahrt der Tour de Suisse (ab 9. Juni) vor. Weil der diesjährige Parcours in den französischen Alpen mit einem langen Mannschaftszeitfahren, zwei hügeligen Etappen und zum Schluss vier Bergankünften hintereinander die Fahrer vor extreme Herausforderungen stellt, ist die Schweizer Landesrundfahrt für einmal besser besetzt.