Luis Leon Sanchez löste sich 11 km vor dem Ziel aus einem kleinen Feld und behauptete er sich bis ins Ziel vorne. Der Spanier gewann einst vier Etappen in der Tour de France, doch der letzte dieser Erfolge liegt schon sieben Jahre zurück. Inzwischen ist Sanchez 35 Jahre alt, aber noch immer bringt der Mann aus Murcia grosse Qualitäten als Roller mit.

6 Sekunden zurück belegten der Slowake Peter Sagan und der Italiener Matteo Trentin im Spurt der Verfolger die Plätze 2 und 3. Dahinter reihte sich der Däne Kasper Asgreen als Vierter ein. Er hatte sich unterwegs ein paar Bonifikations-Sekunden geholt, die ihm nach Platz 5 im Zeitfahren vom Samstag ins Gelbe Trikot verhalfen. Asgreen hatte im Frühjahr in der Flandern-Rundfahrt als Zweiter überrascht. Als 24-Jähriger ist er im Gegensatz zu Sanchez einer der jungen Fahrer im Feld.

Die ersten Vier der Gesamtwertung liegen aber nur gerade eine einzige Sekunde auseinander. Zeitgleich mit Asgreen liegt Sagan auf Platz 2, eine Sekunde zurück folgen die beiden Australier Rohan Dennis und Michael Matthews.

Claudio Imhof mit der Flucht das Tages

Die Schweizer Auswahl, die dank einer Wildcard an der Tour de Suisse teilnehmen kann, ergriff gleich die erste Gelegenheit, sich zu zeigen. Der Thurgauer Claudio Imhof, der prominenteste Fahrer des Septetts, setzte sich nach wenigen Kilometern zusammen mit drei anderen Ausreissern vom Feld ab.

Wenig später befand sich Imhof bereits alleine vorne. Der Bahn-Spezialist, der 2016 WM-Bronze im Scratch errungen hat und im vergangenen Winter im Omnium seinen ersten Weltcupsieg feierte, zeigte eine starke Soloflucht und lag auch nach der zweiten der insgesamt drei Runden à 53,2 km mit gut zwei Minuten Vorsprung an der Spitze. 37 km vor dem Ziel war dann aber die Flucht von Imhof beendet. Immerhin entschädigte er sich mit der Übernahme des Trikots für den Bergpreis-Leader.

Start und Ziel der Etappe vom Montag befinden sich im Kanton Freiburg. Von Flamatt aus geht es zunächst in südliche Richtung, danach führt der Parcours wieder nordwärts zum Zielort Murten, wo noch eine flache Zusatzrunde um den See ansteht. Die grosse Tücke folgt ganz am Schluss: eine 200 Meter lange und 10 Prozent steile Rampe zum Zielstrich. Klassische Sprinter werden da Mühe haben.