Vuelta

Jubeltag für Mikel Iturria im Baskenland

Der Tross der Vuelta a España unterwegs im Baskenland

Der Tross der Vuelta a España unterwegs im Baskenland

Mikel Iturria lässt in der 11. Etappe der Spanien-Rundfahrt die Radsportfans im Baskenland jubeln. Der 27-jährige Baske fährt aus einer Fluchtgruppe heraus zu seinem ersten Sieg als Profi.

Als Mikel Iturria vor dem Start zu seiner zweiten Vuelta gefragt wurde, welche Etappe er sich aussuchen würde, musste er nicht lange überlegen. Sofort dachte er an das elfte Teilstück, das von Saint-Palais in Frankreich über hügeliges Gelände ins spanische Baskenland nach Urdax-Dantxarinea führte. Das Ziel befindet sich unweit von dort, wo er aufgewachsen ist.

Dass sein Traum von einem Vuelta-Etappensieg knapp zwei Wochen danach in Erfüllung geht, konnte Iturria beim Überqueren der Ziellinie kaum fassen. Er schüttelte ungläubig den Kopf. "Ich habe immer von so etwas geträumt, weil ich ein Arbeiter und kein Gewinner bin", sagte Iturria im anschliessenden Siegerinterview. "Meine ganze Familie ist hier, das ist der perfekte Ort." Mit ihm jubelte auch seine baskische Mannschaft Euskadi-Murias, die nur dank einer Wildcard an der dreiwöchigen Rundfahrt teilnehmen kann.

Iturria bewies auf dem Weg zu seinem grössten Erfolg Mut und Leidensbereitschaft. Bis ins Ziel waren noch 24 Kilometer zu fahren, als er aus einer 14-köpfigen Fluchtgruppe einen Solovorstoss wagte und damit die Konkurrenz überlistete. "Ich griff hart an, mit allem, was ich hatte. Es waren noch viele Kilometer vor mir, also begann ich ein kleines Abenteuer", sagte Iturria. Am Ende rettete er sechs Sekunden auf die ersten Verfolger.

Ruhiger Tag für Leader Roglic

Das Feld mit den Favoriten um den Gesamtsieg erlebte bei der Rückkehr der Vuelta nach Spanien einen ruhigen Tag. Angeführt vom Team Jumbo-Visma um dem slowenischen Gesamtführenden Primoz Roglic erreichte es das Ziel mit über 18 Minuten Rückstand auf den Etappensieger.

Das Teilstück vom Donnerstag führt die Vuelta nach Bilbao und damit in die grösste Stadt im Baskenland. Nach dem Start auf der Rennstrecke Circuito de Navarra verläuft das 171,4 km lange Teilstück lange ziemlich flach, ehe es im Finish anspruchsvoller wird. Die drei kleineren Anstiege auf den letzten 40 Kilometern dürften den Sprintern einiges abverlangen.

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