Mit nun 1050 Punkten kann die 21-jährige St.Gallerin in der Gesamtwertung nicht mehr von der Spitze verdrängt werden; die Kanadierin Catharine Pendrel, die Siegerin in Windham, kann beim Weltcup-Finale in Meribel maximal noch auf 1040 Punkte kommen.

Als Vierte verlor die Schweizerin 36 Sekunden auf Pendrel, die im ersten Aufstieg das Kommando übernommen hatte und souverän zum elften Sieg auf dieser Stufe kam. Neff musste in der zweiten Runde abreissen lassen muss. "Ich dachte eigentlich, dass ich das Tempo halten kann. Danach wurde es ein bisschen schwierig. Als meine Teamkollegin Maja Wloszczwoska von hinten kam, konnte ich zwei Runden lang mit ihr mitfahren. Das war super", sagte Neff, die Mitte April in Pietermaritzburg (SA) und am vorletzten Wochenende in Mont-Sainte-Anne (Ka) ihre ersten beiden Weltcupsiege gefeiert hatte.

In der vierten von fünf Runden schlossen Neff und Wloszczwoska zur Slowenin Blaza Klemencic auf. Nachdem diese Wloszczwoska abgedrängt hatte, worauf die Ex-Weltmeisterin den Kontakt verlor, setzte sich Neff auf der letzten Runde von Klemencic ab. Am Ende verpasste sie das Podest nur um drei Sekunden. Die Ränge 2 und 3 belegten die Slowenin Tanja Zakelj, die letztjährige Gesamtweltcup-Siegerin, und die Dänin Annika Langvad.

Den anderen Schweizerinnen gelang kein Exploit. Kathrin Stirnemann musset das Rennen mit einer blockierten Gabel bestreiten und hatte als 29. keine Chance. Platz 21 erreichte Katrin Leumann, Nathalie Schneitter wurde 31.

13. Weltcup-Sieg für Schurter

Bei den Männern unterstrich Schurter seine Topform. Wie bereits am vorangegangen Wochenende in Mont-Sainte-Anne siegte der dreifache Weltmeister auch in Windham vor dem französischen Weltcup-Leader Julien Absalon. Hatte er dem Doppel-Olympiasieger in Kanada 16 Sekunden abgenommen, waren es diesmal sechs Sekunden. Trotz des knappen Rückstandes hatte Absalon nicht wirklich eine Chance, zu dominant war der 28-jährige Bündner.

Schurter feierte bereits den dritten Saisonsieg im Weltcup, nachdem er Ende Mai bereits in Nove Mesto (Tsch) triumphiert hatte. Insgesamt war es für Schurter der 13. Erfolg auf dieser Stufe. Dennoch hat er nur noch theoretische Chancen, zum dritten Mal in Folge Gesamtweltcup-Gewinner zu werden. Der Rückstand auf Absalon beträgt 210 Punkte - ein Sieg bringt 250 Punkte ein. Die erfolgreiche Titelverteidigung war für Schurter jedoch nicht das oberste Ziel, weshalb er das Rennen in Cairns (Au) ausgelassen hatte.

Mit Lukas Flückiger schaffte es ein zweiter Schweizer aufs Podest - er verlor 16 Sekunden auf seinen Landsmann. Matthias Flückiger (5.), Florian Vogel (9.), Ralph Näf (10.) und Fabian Giger (11.) rundeten das hervorragende Schweizer Resultat ab.