Etappensieger in Pinerolo im Piemont wurde der Italiener Cesare Benedetti, der aus einer Ausreissergruppe heraus das 158 km lange Teilstück vor seinem Landsmann Damiano Caruso und dem Iren Eddie Dunbar gewann.

Benedetti errang als bereits 31-Jähriger seinen ersten Sieg als Profi. Er ist gewöhnlich Helfer in der deutschen Mannschaft Bora-Hansgrohe, die nun bereits mit drei Etappensiegen zu Buch steht. Vor Benedetti hatte Pascal Ackermann zwei Sprints für sich entschieden.

Jan Polanc beendete die Etappe als Sechster mit 25 Sekunden Rückstand als Sechster, doch dies reichte zur Übernahme der Maglia rosa. Denn die grosse Gruppe mit den Favoriten um Landsmann Primoz Roglic büsste gut 8 Minuten ein. Somit liegt nun Polanc in der neuen Gesamtwertung etwas mehr als 4 Minuten vor Roglic.

Benedetti und Polanc steckten in einer ursprünglich 25 Fahrer umfassenden grösseren Ausreissergruppe, die sich schon bald nach dem Start in Cuneo gelöst hatte und der mit dem Waadtländer Danilo Wyss auch einer drei Schweizer steckte. Das Feld liess die Flüchtlinge zu lange gewähren.

Schon vor dem Aufstieg nach Montoso, dem ersten Berg der 1. Kategorie im aktuellen Giro 32 km vor dem Ziel, war klar, dass der Tagessieger aus dieser Gruppe kommen würde und dass es mit Polanc einen neuen Leader geben würde. Der Slowene errang in der Vergangenheit schon zweimal einen Etappensieg im Giro, 2015 in Abetone und 2017 auf dem Ätna. Das Leadertrikot indes trug der 27-Jährige noch nie. Ein Anwärter für den Gesamtsieg ist Polanc aber genauso wenig wie zuvor Conti, sein Kollege im Team UAE-Emirates.