Die dänischen Aussenseiterhatten schon bei Halbzeit ihren Zwei-Runden-Rückstand wettgemacht auf die holländischen Brüder Michel und Raymond Kreder, die mit sechs Runden Vorsprung auf die beiden Spitzen-Duos Kenny de Ketele/Jasper de Buyst und Silvan Dillier/Iljo Keisse gestartet waren. Die Dänen verteidigten diese auch nach 300 Runden oder 60 Kilometern, obwohl von hinten die Konkurrenz Runde für Runde gutmachte.

Überhaupt nichts mehr dem Ausgang der auf vier Tage verkürzten Sixday-Nights zu tun haben die ursprünglichen Favoriten mit dem gesundheitlich angeschlagenen Franco Marvulli und seinem Bahn- und WG-Partner Tristan Marguet. Die Publikumslieblinge verloren in der Handicap-Américaine sechs Runden. Als bester Schweizer klassierte sich Silvan Dillier auf Rang 6, der mit Iljo Keisse auch in der Nacht auf Sonntag noch um den Gesamtsieg fährt.

Das Ueli-Luginbühl-Memorial der Steher entschied der Holländer Patrick Kos, der von seinem Papa René auf dem Motorrad "gezogen" wird. Die Gesamtführung übernahm Schweizer Meister Giuseppe Atzeni mit dem deutschen Schrittmacher André Dippel.

Bemerkenswertes gelang Jan-André Freuler in der dritten Amateur-Etappe: Der Reichenbacher beklagte zwei platte Reifen und dazwischen noch einen schmerzhaften Sturz. Trotzdem gelang Freuler, der mit Rad-Idol Urs Freuler nicht verwandt ist, mit seinem italienischen Partner nach dem dreifachen Malheur noch ein Rundengewinn zum Etappensieg vor den Dominatoren und Leadern Didier Caspers/Melvin van Zijl (Ho).