Yates triumphierte zeitgleich vor dem Franzosen Thibaut Pinot und seinem kolumbianischen Teamkollegen Esteban Chaves. Im neuen Gesamtklassement liegt nun Yates 32 Sekunden vor Chaves. Der niederländische Vorjahressieger Tom Dumoulin, der als Achter der Etappe 12 Sekunden einbüsste, folgt als Gesamt-Dritter mit 38 Sekunden Rückstand. Innerhalb einer Minute befinden auch noch Pinot (0:45) und der Italiener Domenico Pozzovivo (0:57).

Entschieden ist also noch lange nichts. Doch der als Topfavorit gehandelte Brite Chris Froome geriet am Gran Sasso arg in die Defensive. Der vierfache Gewinner der Tour de France verlor zwei Kilometer vor Schluss den Anschluss und handelte sich einen Rückstand von 62 Sekunden ein. Als 23. überquerte Froome die Ziellinie auch noch hinter dem zeitgleich einfahrenden Schweizer Sébastien Reichenbach (18.).

In der Gesamtwertung liegt Froome als 11. schon knapp zweieinhalb Minuten zurück. Definitiv geschlagen ist der Brite damit gewiss noch nicht, doch die Hypothek wiegt schwer.

Fortgesetzt wird der Giro nach einem Ruhetag am Dienstag. Die nächsten vier Teilstücke sind nicht allzu schwierig. Erst am kommenden Wochenende geht es wieder in die Berge.