Giro d'Italia

Frankiny erneut stark am Berg: Weiteres Top-5-Ergebnis im Trentino

Kilian Frankiny beendet zum zweiten Mal am diesjährigen Giro eine Etappe in den Top 5

Kilian Frankiny beendet zum zweiten Mal am diesjährigen Giro eine Etappe in den Top 5

Die17. Etappe des 103. Giro d'Italia endet mit einem australischen Ausreissersieg durch Ben O'Connor. Der Walliser Kilian Frankiny macht mit einem weiteren Top-5-Ergebnis Werbung in eigener Sache.

Für Ben O'Connor war es der erste Sieg bei einer Grand Tour. Bereits tags zuvor war der 24-jährige Australier Teil einer Ausreissergruppe gewesen. Er wurde nach langer Flucht allerdings vom Slowenen Jan Tratnik überflügelt und musste sich mit Platz 2 begnügen. Nichtsdestotrotz wagte sich O'Connor, in seiner Jugend ein begnadeter Cricket-Spieler und Leichtathlet, am Mittwoch zusammen mit 18 anderen Fahrern erneut in die Offensive. Mit einer Attacke 8,8 km vor dem Ziel konnte der NTT-Profi im Schlussanstieg hinauf zum Wintersport-Ort Madonna di Campiglio schliesslich seine letzten Mitstreiter distanzieren.

31 Sekunden hinter O'Connor erreichte der Österreicher Hermann Pernsteiner das Ziel als Zweiter, gefolgt vom Belgier Thomas de Gendt, dem Russen Ilnur Sakarin und dem Schweizer Kilian Frankiny. Der 26-jährige Oberwalliser bewies auf den schwierigen 203 km im Trentino erneut seine Stärken am Berg. Er klassierte sich zum zweiten Mal in dieser Italien-Rundfahrt in den Top 5 und sammelte damit weitere Argumente für eine Vertragsverlängerung im Team Groupama-FDJ. In der 9. Etappe hatte Frankiny mit Rang 4 sein bislang wertvollstes Ergebnis der Karriere erreicht.

Almeida weiter in Rosa

Auf die Gesamtwertung hatte das Teilstück mit drei Bergpreisen der 1. Kategorie erstaunlich wenig Auswirkungen. Von den Klassementsfahrern wagten im knapp 12 km langen Schlussanstieg einzig Wilco Kelderman und Jai Hindley eine Attacke, doch weder der Zweite noch der Dritte der Gesamtwertung konnte sich entscheidend absetzen. Leader Joao Almeida parierte die wenigen Angriffe seiner schärfsten Konkurrenz mit Erfolg. Sein Vorsprung auf Kelderman beträgt nach wie vor 17 Sekunden.

Am Donnerstag dürfte die Aufgabe für den jungen Portugiesen, der seit der 3. Etappe im rosafarbenen Leadertrikot unterwegs ist, nochmals deutlich schwieriger werden. Die fast 25 km lange Steigung zum Stilfserjoch, mit 2758 Metern über Meer das Dach des diesjährigen Giros, und der Schlussanstieg zum Lago di Cancano bieten gute Gelegenheiten für einen Angriff auf die Maglia rosa. Erst recht, nachdem die eigentliche Königsetappe vom Samstag coronabedingt entschärft werden musste.

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