Besser hätte die Ausgangslage für Petacchi kaum sein können. Der Italiener befand sich am Hinterrad von Ventoso und starte seinen Versuch, seinen Gegner zu überspurten. Dann brach Petacchi sein Vorhaben von Beinkrämpfen geplagt ab. So kam der Spanier Ventoso zu seinem zweiten Erfolg in einer grossen Landesrundfahrt. Vor fünf Jahren hatte er das dritte Teilstück der Vuelta für sich entschieden. Unter den 19 Profisiegen Ventosos figuriert auch der belgische Halbklassiker Paris - Brüssel (2010).

Die 216 km lange Fahrt war vom Vorstoss eines Quintettes geprägt. Diese Flucht trug dazu bei, dass Martin Kohlers Maglia verde der Bergpreiswertung nicht gefährdet war. Von den fünf Flüchtlingen hielt Kristof Vandewalle (Be) am längsten durch. Der Belgier wurde erst 1,5 km vor dem Ziel gestellt. Zu jenen Fahrern, die im Final ihr Glück vergeblich versuchten, zählte auch Mathias Frank.

Am Freitag steht im Giro die erste Bergankunft auf dem Programm. Die Fahrer haben den Montovergine di Mercogliano zu erklettern. In den letzten zehn Jahren war dieser Berg schon dreimal Ziel einer Giro-Etappe, ohne dass es unter den Gesamtbesten zu grossen Zeitdifferenzen gekommen wäre.