Rad
Dopingsünder Armstrong verliert alle seine Tour-de-France-Titel

Die US-Anti-Doping-Agentur Usada hat angekündigt, Ex-Profi Lance Armstrong mit einer lebenslangen Sperre zu belegen. Zudem werden ihm alle Tour-de-France-Titel entzogen. Armstrong wirft im Rechtsstreit das Handtuch.

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Lance Armstrong gibt Kampf gegen Dopingvorwüfe auf
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Lance Armstrong bei der Dopingkontrolle im Jahr 2002
Lance Armstrong versuchte sich zuletzt auch als Triathlet
Lance Armstrong Welmeister 1993 in Oslo
Lance Armstrong, der Weltmeister
Lance Armstrong an der Tour 2004
Lance Armstrong bei seinem Sieg bei der Tour der France im Jahr 2005.
Lance Armstrong an der Tout 2010 - vor allen anderen.
Lance Armstrong an der Tour 2010
Lance Armstrong im Abschlusszeitfahren 2010
Ein Bild aus besseren Tagen: Lance Armstrong und Johan Bruyneel
Lance Armstrong (links) und Gregory Rast waren bei Astana Teamkollegen Lance Armstrong (links) und Gregory Rast waren schon bei Astana Teamkollegen
Das Podest der Tour de Suisse (v.l.n.r): Lance Armstrong (2.), Gesamtsieger Fränk Schleck und Jacob Fuglsang (3.) Das Podest der Tour de Suisse (v.l.n.r): Lance Armstrong (2.), Gesamtsieger Fränk Schleck und Jacob Fuglsang (3.)

Lance Armstrong gibt Kampf gegen Dopingvorwüfe auf

Keystone

Der frühere Radstar Lance Armstrong hat erklärt, den Rechtsstreit um die Dopingvorwürfe aufzugeben. Am Montag war eine Klage des 40-jährigen US-Amerikaners, der die Tour von 1999 bis 2005 gewonnen hatte, gegen die USADA abgewiesen worden. Ein Gericht in Armstrongs Heimatstadt Austin/Texas hatte damit die Ermittlungen wegen jahrelangen Dopingmissbrauchs für rechtens erklärt.

Nun musste er einen öffentlichen Dopingprozess fürchten. Mit der Aufgabe kommt er diesem nun zuvor. Armstrong hat den Dopingmissbrauch zwar stets bestritten und dabei Gegner und Gerichte scharf attackiert und sich mit Klagen gewehrt.

Die Folge sind für Armstrong hart. Er verliert alle sieben Tour de France-Titel und wird lebenslang gesperrt. «Es kommt der Moment, da sagt man sich, es reicht», erklärt der Ex-Profi nun in einem Statement auf seiner Homepage. «Diesen Punkt habe ich nun erreicht. Ich habe mich mit Betrugsvorwürfen seit 1999 herumschlagen müssen.» Das habe ihm, seiner Familie und der Arbeit mit seiner Stiftung «Livestrong» einen «zu hohen Zoll» abverlangt.

USADA-Boss Tygart sprach von einem «traurigen Tag» für die Welt des Sports: «Dies ist ein herzzerreißendes Beispiel dafür, wie die Kultur des Gewinnens um jeden Preis den fairen und ehrlichen Wettbewerb untergräbt.» Für den Freitag war eine Pressekonferenz der USADA geplant, in der weitere Details offengelegt werden sollten. (si/rsn)