Bei einer empfindlich kühlen Temperatur wurden die Fahrer im Final der 11. Etappe durch einen Gewitterregen kalt geduscht. Die widrigen Umstände hinderten die Helfer von Mark Cavendish, ihre Arbeit zu verrichten und den Superstar in die bestmögliche Ausgangslage zu bringen. Der Brite krönte ihre Vorarbeit mit dem dritten Etappensieg im Verlaufe dieser Rundfahrt. Zugleich übernahm Cavendish von Phillipe Gilbert (Be) das grüne Trikot des Punkteleaders.

Im Gegensatz zum Dienstag fand André Greipel kein Rezept, um Cavendish hinter sich zu lassen. Der Supersprinter von der Insel Man verfügte diesmal über die grössere Endschnelligkeit und siegte mit einer Velolänge Vorsprung. "Diesmal liefen unsere Vorbereitungen perfekt. Ich zog los und beschleunigte im richtigen Moment. Das war das richtige Rezept, um zum Sieg zu gelangen", sagte Cavendish.

Das letzte Teilstück vor den Pyrenäen wurde von einem Fluchtsextett bestimmt, das rund 150 km an der Spitze zurücklegte. Die Tatsache, dass der Vorsprung nie über vier Minuten gedieh, wies darauf hin, dass die Sprinter ihre Interessen wahren wollten. So gelang es Thomas Voeckler auch, sein Maillot jaune problemlos zu verteidigen. Der Franzose wird das Leaderemblem am Donnerstag am Nationalfeiertag in die Pyrenäen bringen. Über den Tourmalet-Pass und in der Schlusssteigung von Luz-Ardiden werden die Favoriten vielleicht endlich einmal Farbe bekennen. Für Voeckler wird es in jedem Fall sehr schwer, das Maillot jaune dem Publikum ein weiteres Mal auf dem Pdoium zu präsentieren.