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Armstrong-Titel sollen nicht neu vergeben werden

Tour-de-France-Podest 1999 (v.l.): Alex Zülle, Sieger Lance Armstrong und der Spanier Fernando Escartin.

Tour-de-France-Podest 1999 (v.l.): Alex Zülle, Sieger Lance Armstrong und der Spanier Fernando Escartin.

Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme plädiert dafür, dass die sieben Gelben Trikots von Lance Armstrong nach dessen Streichung aus den Siegerlisten nicht neu vergeben werden.

Der St. Galler Alex Zülle war vor 13 Jahren Tour-Zweiter hinter Armstrong geworden und hätte nun nachträglich zum Sieger erklärt werden können. Dies ist aber kaum anzunehmen. Auch Laurent Dufaux, der die grosse Schleife 1999 als Vierter beendet hatte, wird wahrscheinlich nicht aufs Podium nachrücken.

"Wir würden uns wünschen, dass es gar keinen Gewinner gibt", sagte Prudhomme, bezugnehmend auf die Rennen von 1999 bis 2005. In jenen Jahren hatte der amerikanische Radstar Armstrong bei der wichtigsten Rundfahrt der Welt triumphiert, wurde nach Beweisen der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) nun aber überführt.

Zu dem USADA-Bericht, in dem dem Amerikaner systematisches Doping vorgeworfen wird, sagte Prudhomme: "Es wurde ein niederschmetterndes Bild gezeichnet." Allerdings wies der Tour-Chef darauf hin, dass der Veranstalter nicht selbst über die Siegerliste entscheiden könne. Nur der Weltverband UCI, der noch knapp drei Wochen Zeit für die Bewertung der USADA-Unterlagen hat, kann über die Titel der Fahrer entscheiden.

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