Elmiger gelang es auf den letzten, leicht ansteigenden Metern noch den favorisierten Ostschweizer Albasini um eine halbe Radlänge zu überflügeln. Der auf sich alleine gestellte Profi des australischen Orica-Teams hatte den Sprint rund 200 m vor der Ziellinie lanciert. Morabito vom amerikanisch-schweizerischen BMC-Rennstall blieb am Ende chancenlos.

Elmiger konnte im Gegensatz zu Albasini, der noch nie SM-Gold gewinnen konnte, von einem starken Team im Rücken profitieren. IAM Cycling war an den nationalen Strassen-Meisterschaften im Luzernischen gleich mit neun Profis zugegegen. "Der Auftrag der Teamführung war klar: Das Meistertrikot zu holen. Zum Glück konnte ich mich am Ende noch durchsetzen", freute sich Elmiger über seinen vierten SM-Titel nach 2001, 2005 und 2010.

Zu 180 Grad entgegengesetzt war die Gefühlslage bei Albasini: "Ich bin enttäuscht, wollte ich doch unbedingt mein erstes Gold. Doch ich musste sehr viel arbeiten und Nachführarbeit leisten. Am Ende im Sprint fehlte mir genau dieses Quentchen Kraft."