Mit 66 fängt das Leben an: TV-Star Marcel Reif (66) wechselt zum Teleclub. Die schöne Teleclub-Chefin Claudia Lässer (39) hat morgen Donnerstag die Chronistinnen und Chronisten zur Medienkonferenz geladen. Aber sie verrät nicht, was sie zu verkünden hat.

Nun, die schöne Teleclub-Chefin verkündet mit einer schönen Meldung eine schöne Bescherung. Es ist ihr gelungen, den TV-Kultmoderator Marcel Reif (66) aus dem Ruhestand aufzuscheuchen und unter Vertrag zu nehmen. Es ist ein bitter nötiger Transfer. Teleclub verliert nach dieser Saison die Rechte an der Eishockey-Nationalliga und damit bricht die halbe Sport-Kundschaft weg. Also gilt es, im Fussball (Teleclub hat sich die Rechte für unsere Meisterschaft wieder gesichert) kräftig nachzurüsten.

Aus alt wird neu: der Kult-Moderator Marcel Reif kehrt auf die TV-Bühne zurück.

Aus alt wird neu: der Kult-Moderator Marcel Reif kehrt auf die TV-Bühne zurück.

Marcel Reif kann Fernsehen. 1994 wurde er Chefkommentator bei RTL, sodann wechselte er zum Premiere (dem heutigen Sky) und dort ist im Frühjahr sein Vertrag nicht mehr verlängert worden. Legendär wurde er durch den «Torfall von Madrid». Am 1. April 1998 fiel das Tor vor dem Champions-League-Spiel Real Madrid gegen Borussia Dortmund um. Der Spielbeginn verzögerte sich um 76 Minuten. Mit Günther Jauch überbrückte Marcel Reif die Wartezeit mit Anekdoten. Berühmtester Spruch: «Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gutgetan wie heute.»

Torfall von Madrid

Torfall von Madrid

Der neue Teleclub-Star lebt seit Jahren in der Nähe von Zürich und war mit einer Schweizerin verheiratet. Marcel Reif ist der teuerste Mann, den sich Claudia Lässer je für ihren Sender geleistet hat. Der Deutsche verdiente in seinen besten Zeiten eine gute Million. So viel wird es beim Teleclub zwar bei weitem nicht sein. Aber schon ein wenig mehr als der Star im Hockey-Ressort bekommt er schon. Kultmoderator Morgan Samuelsson muss sich mit rund 2500 Franken im Monat begnügen.

Dass Marcel Reif mehr verdient, ist ja logisch. Schliesslich ist er, anders als Morgan Samuelsson, der Deutschen Sprache mächtig. Der Schwede verliert seinen Job nach dem Verlust der Eishockey-Nationalliga-Rechte übrigens nicht. Er ist bei Teleclub als Experte für NHL-Übertragungen (ab nächster Saison) vorgesehen. (kza)