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Pierluigi Tami - ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Grasshoppers

Drei weitere Jahre bei den Grasshoppers: Pierluigi Tami will bei den Zürchern auch in Zukunft «junge Spieler entwickeln und langsam nach oben führen». keystone

Drei weitere Jahre bei den Grasshoppers: Pierluigi Tami will bei den Zürchern auch in Zukunft «junge Spieler entwickeln und langsam nach oben führen». keystone

GC-Trainer Pierluigi Tami verlängert seinen Vertrag beim Schweizer Rekordmeister – derweil gibt Stürmer Shani Tarashajseinen Abschied aus Zürich bekannt. Das Offensivtalent wechselt im Sommer nach Everton in die Premier League.

GC startete vor dem gestrigen Trainingsauftakt gleich mit einem Paukenschlag ins neue Jahr: Trainer Pierluigi Tami verlängert nach nur einem knappen Jahr im Amt seinen auslaufenden Vertrag bei den Hoppers bis 2019. Tami ist demnach der Auserwählte, der das Projekt GC langfristig entwickeln und auch zurück nach Europa führen soll. Nachdem der ehemalige Schweizer U21-Nationaltrainer am Morgen die neuen Arbeitspapiere unterschrieb, informierte der Verein am Nachmittag über die Verlängerung des Erfolgstrainers, der das junge Team in der Hinrunde sensationell auf Platz 2 der Tabelle geführt hat.

Tami selbst lagen auch konkrete Angebote aus dem Ausland vor, doch für den italienisch-schweizerischen Doppelbürger hatte GC nach eigener Aussage immer Priorität. Der Trainer zeigt sich äusserst erfreut über das Vertrauen, das ihm der Verein mit dem Dreijahresvertrag ausgesprochen hat: «Ich bin froh, dass die gute Zusammenarbeit mit GC durch die langfristige Verlängerung nun Kontinuität erfährt. Das ist für die Entwicklung der jungen Spieler sehr wichtig. Ich weiss, dass drei Jahre im Fussball eine lange Zeit sind, doch ich sehe meine Zukunft bei GC.»

Das Interesse aus dem Ausland ehrt den 54-Jährigen, doch lässt sich Tami dadurch nicht aus der Ruhe bringen: «Ich wusste immer, was ich will. Das spannende Projekt, junge Spieler zu entwickeln und GC langsam wieder nach oben zu führen, war mir wichtiger, als einen grösseren Verein im Ausland zu trainieren.»

Sportchef Manuel Huber freut sich über den wichtigen Schritt für die Zukunft der Grasshoppers: «Wir bauen auf Kontinuität und planen langfristig. Die Verlängerung mit Tami ist für die Entwicklung des Vereins ein sehr wichtiger Schritt.» Huber ist sich bewusst, dass er durch den langfristigen Vertrag auch Risiken eingeht, doch Verein und Trainer haben einen konkreten Plan:

Bis 2019 will GC wieder regelmässig im europäischen Wettbewerb vertreten sein. Kurzfristig ist Europa trotz der guten Hinrunde und Platz 2, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt, jedoch noch kein Thema. «Wir wollen uns stabilisieren. Wir haben trotz der guten Vorrunde noch nichts erreicht und werden unser Saisonziel «obere Tabellenhälfte» nicht anpassen,» erklärt Huber die zurückhaltenden Ansprüche des Rekordmeisters.

GC ein Ausbildungsverein

Die Zurückhaltung scheint gut begründet, da GC als Ausbildungsverein immer wieder seine besten Spieler an finanzkräftigere Clubs abgeben muss. «In der Schweiz muss jeder Verein, die guten Spieler abgeben. Wir spielen in einer Ausbildungsliga. Das ist die Realität, mit der wir uns abfinden müssen,» weiss Tami, dessen grosse Qualität es ist, junge Spieler auszubilden und stärker zu machen. So stark, dass sie der Verein ins Ausland verkaufen kann.

Shani Tarashaj ist das jüngste Paradebeispiel. Aus der GC-Jugend ins Team gerückt, mauserte sich der Schweizer mit albanischen Wurzeln in dieser Saison zum Leistungsträger und wechselt nun nach nur einem halben Jahr als Stammspieler im Sommer zum FC Everton. Statt den Verlust eines Leistungsträgers zu beklagen, freut sich Tami mit Spieler und Verein.

Da Tarashaj erst im Sommer für Everton auflaufen wird, stand dem Trainer gestern zum Trainingsauftakt zu komplette Hinrundenmannschaft zur Verfügung. Auch für den umworbenen Stürmerstar Munas Dabbur liegen momentan keine konkreten Angebote vor. «Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Wechsel des Israelis gegeben, sollten wir ein Angebot erhalten, dass wir nicht ablehnen können», weiss auch Huber. Trotzdem werde es keine Kurzschlusshandlungen auf dem Transfermarkt geben. «Wir planen schon jetzt für die neue Saison und suchen da natürlich nach einem Ersatz für Tarashaj», erklärt der Sporchef.

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