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Pep Guardiola verlässt die Bayern – Ancelotti wird Nachfolger

Pep Guardiola verlässt Bayern München.

Pep Guardiola verlässt Bayern München.

Adios FC Bayern: Nach drei Jahren hat Pep Guardiola von München genug. Am späten Sonntagvormittag bestätigte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge die Entscheidung, dass der Spanier seinen im Sommer auslaufenden Dreijahresvertrag wie erwartet nicht verlängert.

Als Nachfolger kommt der renommierte Italiener Carlo Ancelotti (56) zum deutschen Fussball-Rekordmeister und erhält einen Vertrag über drei Spielzeiten.

Um beim FC Bayern in einem Atemzug mit Grössen wie Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld oder Udo Lattek genannt zu werden und nicht als "Unvollendeter" zu gehen, muss Guardiola am 28. Mai 2016 in Mailand die Champions League gewinnen. Bisher war der Ex-Coach des FC Barcelona mit den Münchnern zweimal im Halbfinale klar gescheitert.

Carlo Ancelotti  wird der neue Trainer bei Bayern München. (Archiv)

Carlo Ancelotti wird der neue Trainer bei Bayern München. (Archiv)

"Wir sind Guardiola dankbar für alles, was er unserem Verein gegeben hat und hoffen, dass wir in dieser Saison gemeinsam noch viele Erfolge feiern werden. Mit Ancelotti kommt erneut ein sehr erfolgreicher Trainer zum FC Bayern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit", sagte Rummenigge der Bild.

Der 44 Jahre alte Katalane war im Juni 2013 als Nachfolger von Heynckes zum FC Bayern gekommen, der ihm als Erbe das erste Triple der Vereinsgeschichte hinterlassen hatte. Guardiola führte die Bayern bislang "nur" zu zwei deutschen Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg. Zudem gewann er mit den Münchnern den UEFA-Supercup und den Weltpokal.

Vorstandschef Rummenigge (60) hatte alles in die Waagschale geworfen, um "Super-super"-Guardiola einen Verbleib schmackhaft zu machen. Auch die Spieler hatten sich wiederholt vehement für ihren Trainer ausgesprochen - alles vergebens.

Zuletzt hatte Rummenigge schon einmal für den Fall der Fälle vorgebaut: "Es geht immer weiter. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der irgendwann nicht zu ersetzen sein muss. Spieler kommen, Spieler gehen. Dasselbe gilt auch für Trainer. Trainer kommen, Trainer gehen irgendwann auch."

Ancelotti war schon in den letzten Tagen als grosser Favorit auf Guardiolas Nachfolge gehandelt worden. Der Bauernsohn aus der Emilia-Romagna hat bisher Juventus Turin, AC Mailand, den FC Chelsea, Paris St.-Germain und Real Madrid trainiert. Mit Milan und den Königlichen gewann er dreimal die Champions League, zudem diverse Meisterschaften und Titel. Sein Aus bei den Königlichen im Sommer diesen Jahres war im Real-Umfeld vernehmbar bedauert worden.

Guardiola wird indes weiterhin mit Manchester City in Verbindung gebracht. Beim englischen Ex-Meister sind einige Vertraute aus Guardiolas Zeit beim FC Barcelona tätig, Txiki Begiristain (Sportdirektor) und Ferran Soriano (Geschäftsführer).

Aus der Premier League kämen ausserdem der FC Chelsea und Manchester United infrage. Auch eine erneute Auszeit wie 2012/13, als der Katalane nach vier Jahren als Coach bei Barca ein Sabbat-Jahr einlegte, soll denkbar sein.

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