Bayern-Knüller
«Pep Guardiola ist für den deutschen Fussball ein Segen»

Was für eine Woche für Pep Guardiola. Nach der Niederlage in Porto schmiess der Mannschaftsarzt hin und erhob schwere Vorwürfe gegen den Katalonier. Seine Mannschaft trotzte allen Widrigkeiten und erreichte gestern den Champions League-Halbfinal.

Nicola Imfeld
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Pep Guardiola liess auch nach dem 5:0 nicht locker.

Pep Guardiola liess auch nach dem 5:0 nicht locker.

Keystone

Pep Guardiola dirigiert, gibt Anweisungen, holt immer wieder Spieler zu sich und erklärt ihnen die neuste Tatktik. Es ging gestern zweifellos für viel für den FC Bayern München, doch zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 5:0 für den deutschen Rekordmeister.

Auch die Medienabteilung des FC Bayern traute seinen Augen kaum.

Guardiola muss wohl etwas geahnt haben, anders sind seine Gesten nach dem 5:0 nicht zu verstehen. Der FC Porto kam zum 1:5-Anschlusstreffer, und eine Minute später beinahe zum 2:5.

Guardiolas Hose gerissen

Die Bayern konnten die schwierigen Minuten zwischen der 70. und 80. Minute überstehen. Müller und Co. fanden zu ihrem souveränen Spiel zurück und schaukelten das Spiel souverän nach Hause. Xabi Alonso machte in der 88. Minute mit seinem Freistoss-Tor zum 6:1 alles klar.

Die Freude von Bayern-Trainer Guardiola über das Weiterkommen in der Champions League war wohl so gross gewesen, dass ihm glatt die Hosen rissen. Christoph Metzelder fürchtet ob der geplatzten Naht sogar Auswirkungen bis in die Chefetage der Haute-Couture.

«Meine Spieler haben mich sehr glücklich gemacht»

Die Verantwortlichen der Bayern zeigten sich nach dem Halbfinal-Einzug erleichtert. «Jetzt ist es einfach, meine Spieler zu lieben. Wir haben anders gespielt als im Hinspiel. Vielen Dank an meine Spieler, sie haben mich sehr glücklich», sagte Guardiola an der Pressekonferenz. Matthias Sammer konnte über die Trainer-Kritik in der vergangenen Woche nur lachen und sagte: «Pep Guardiola ist für den deutschen Fussball und für den FC Bayern ein Segen.»

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