Nach Chipperfields Aussetzer

Peinliche Sportler auf Twitter: «Ich könnte alle Südkoreaner verprügeln»

Wie so viele Sportler setzte sich Michel Morganella mit einem Tweet in die Nesseln.

Wie so viele Sportler setzte sich Michel Morganella mit einem Tweet in die Nesseln.

Scott Chipperfields Attacke gegen FCB-Sportchef Marco Streller hat uns aufgezeigt, wie peinlich sich Sportler auf Twitter benehmen können. Eine Auflistung mit acht weiteren peinlichen Twitter-Posts von Sportstars. Erinnern Sie sich noch an Michel Morganella?

1. Ryan Babel

Der heute 31-jährige Niederländer erhielt 2012 bei einem Bundesliga-Spiel mit Hoffenheim gegen die Hertha eine umstrittene Gelb-Rote-Karte. Nach dem Spiel antwortete Babel auf einen Kommentar eines Users: «I don't know, the ref was on drugs» («Ich weiß nicht, der Schiedsrichter war auf Drogen»). Dies zog eine Strafe von 3000 Euro mit sich.

2.  Tyler Seguin

Der Kanadier Tyler Seguin, der während des Lockouts 2012 in Biel engagiert war, machte sich bei seinem neuen Arbeitgeber, den Dallas Stars, unbeliebt, bevor er dort auch nur einmal gespielt hatte. «Nur Stiere und Schwule kommen aus Texas. Und ich bin keine Kuh», schrieb der Eishockey-Spieler.

Wenig später behauptete er, sein Account sei gehackt worden. Sein neuer Verein verwarnte ihn scharf. Seguin war schon da ein Wiederholungstäter. Zuvor hatte er getwittert: «Liege im Bett und höre Musik. Habe Gänsehaut bei dem Lied, obwohl ich keine Schwuchtel bin.»

3. Paraskevi Papachristou

Die griechische Dreispringerin Paraskevi Papachristou äusserte sich im Juli 2012 zu den afrikanischen Immigranten in Griecheland mit diesem Satz: «Mit so vielen Afrikanern in Griechenland werden die Mücken aus dem West-Nil essen wie zu Hause.» 

Kurze Zeit darauf entschuldigte sie sich für diesen unangebrachten Post. Trotzdem wurde Papachristou von den Olympischen Spielen in London 2012 suspendiert. 

4. Wang Dalei

Der chinesischer Torhüter attackierte 2010 nach einer 0:3-Niederlage gegen Japan die chinesischen Fussballfans: «Es wäre eine Schmeichelei, Euch Fans zu nennen. Ihr seid nichts weiter als ein Haufen Hunde.»

Doch damit nicht genug: «Ihr Haufen Schwachsinniger seid der Grund, warum der chinesische Fussball keine Fortschritte machen kann. Ihr werft Steine hinterher, nachdem ein Mann in den Brunnen gefallen ist.»

Diese Aktion zog für den Torwart die Suspendierung für die damals stattfindenden 16. Asienspiele nach sich. 

5. Rafael Nadal

Der Tennisstar war 2013 etwas zu voreilig. Nachdem Nelson Mandela ins Krankenhaus musste, um eine Lungeninfektion zu behandeln, gab die südafrikanische Staatsregierung in einer Regierungserklärung bekannt, dass Mandelas Zustand «unverändert ernst» sei. 

Nadal hat die Meldung wohl auch gelesen, doch zu voreilig Schlüsse gezogen. Über Twitter schrieb der Tennis-Star: «Wir haben eine der wichtigsten und bedeutendsten Personen unserer Welt verloren. Möge Mandela in Frieden ruhen.» 

Rafael Nadal hatte Nelson Mandela schon für tot erklärt

Rafael Nadal hatte Nelson Mandela schon für tot erklärt

Eine halbe Stunde später entschuldigte sich der Spanier für den Post. «Ich hatte falsche Informationen, Nelson Mandela ist noch nicht gestorben. Ich hoffe, dass er noch lang unter uns bleiben wird.»

6. Michel Morganella

2012 wurde der Schweizer Fussballer Michel Morganella von den Olympischen Spielen suspendiert. Dies, weil er sich nach einer Niederlage der Schweiz gegen Südkorea über Twitter äusserte. Morganella schrieb: «Ich könnte alle Südkoreaner verprügeln. Geht euch alle abfackeln, ihr Bande von Mongos!»

Der heute 28-jährige spielt derzeit in der italienischen Serie B bei Palermo. Für die Nationalmannschaft wurde Morganella nicht mehr aufgeboten. 

7. Stephanie Rice

Die australische Schwimmerin äusserte sich 2010 nach einer Niederlage der australischen Rugby-Nationalmannschaft gegen Südafrika mit folgenden Worten: «Scheiss auf die Schwuchteln.»

Die kostete die Schwimmerin einen Werbevertrag und einen 70 000 Euro teuren Jaguar. Auch sie entschuldigte sich nach ihrem unangebrachten Post und erklärte, dass sie nicht homophob sei.

8. Marvin Morgan

Der britische Fussballer, damals engagiert bei Aldershot Town, twitterte 2010, nachdem ihn die eigenen Fans ausgebuht hatten: «Ich möchte mich bei den Fans bedanken, die mich ausgebuht haben. Wo führt euch das hin! Ich hoffe ihr sterbt alle!»

Daraufhin wurde Morgan suspendiert, musste eine Geldstrafe bezahlen und er wurde zum Transfer freigegeben. Heute spielt der 34-jährige bei Bath-City. 

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