Tennis

Patty Schnyder: «Wir sind nicht pleite»

Patty Schnyder will sich vom Blick nicht alles bieten lassen und zerrt die Zeitung vor den Richter.

Patty Schnyder will sich vom Blick nicht alles bieten lassen und zerrt die Zeitung vor den Richter.

Genug ist genug: Die Tennisspielerin Patty Schnyder und ihr Ehemann Rainer Hofmann haben gegen den Ringier-Verlag zwei Strafanzeigen eingereicht.

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich bestätigt Recherchen des «Sonntag» den Eingang. Im Zentrum der Klagen steht eine Artikelserie im „Blick", in der angebliche finanzielle Probleme von Schnyder und Hofmann im Zentrum standen. Dabei seien Grenzen überschritten worden, sagt Schnyder: „Wir haben die Strafanzeigen auch in der Hoffnung veranlasst, dass anderen Menschen vielleicht erspart bleibt, was wir mittlerweile über ein Jahrzehnt erleben müssen."

In einem Interview mit dem „Sonntag" äussert sich der Tennisprofi erstmals zu den Betreibungen. „Wir sind nicht pleite", sagt sie. Sie hätten in der Organisation „nicht fehlerlos gearbeitet". Niemand brauche sich aber Sorgen um sie zu machen. Dem Verhalten des Ringier-Verlags könne man aber „nicht tatenlos zusehen". Es seien Dinge in die Öffentlichkeit getragen worden, die dort nicht hingehören wurden. Zudem seien Zitate mit Aussagen verbreitet worden, „die wir niemals gemacht haben".

Ehrverletzung und üble Nachrede

Auf den insgesamt über 100 Seiten macht das Ehepaar geltend, es seien mindestens vier Artikel des Strafgesetzbuches verletzt worden: Art. 143 Unbefugte Datenbeschaffung, Art. 173 Ehrverletzung und üble Nachrede, Art. 174 Verleumdung und Art. 322 StGB Nichtverhinderung einer strafbaren Veröffentlichung.

Schuld an den Betreibungen sei ihr Treuhänder in London. Dieser habe während Jahren rund 1,4 Millionen Franken für eigene Zwecke abgezweigt. Dem «Sonntag» liegt eine Eidesstattliche Versicherung von B. vor. Darin übernimmt der Treuhänder eine Schuldanerkennung und verpflichtet sich, den Schaden in monatlichen Raten von bis zu 2000 Franken zu bezahlen. «Ich entschuldige mich für mein schlimmes Verhalten und weiss, dass es dafür eigentlich keine Entschuldigung gibt», heisst es weiter.

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