Champions League

Paris Saint-Germain und sein Trainer Thomas Tuchel gegen RB Leipzig unter Siegzwang

PSG-Thomas Tuchel (Mitte) feuert seine Spieler an.

PSG-Thomas Tuchel (Mitte) feuert seine Spieler an.

Den Franzosen, im August gegen den FC Bayern München noch stolze Finalisten in der Champions League, droht nun schon in der Gruppenphase das Aus.

Für Thomas Tuchel wird es allmählich eng. Weil der Trainer von Paris Saint-Germain in der Champions League mit seiner Mannschaft zwei der drei ersten Partien der Gruppenphase verloren hat, steht er vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Dienstagabend unter massivem Druck.

Nach der 1:2-Auftaktniederlage im Prinzenpark gegen Manchester United hatte sich der französische Serienmeister zwar beim türkischen Champion Başakşehir mit 2:0 schadlos gehalten, doch nach der 1:2-Niederlage in Leipzig gibt es für ihn bereits nur noch diese Option: gewinnen. Würde es zu einem Unentschieden kommen, wäre schon mal klar, dass am Ende bei Punktgleichheit der PSG hinter Leipzig liegen würde. Eine Pariser Niederlage heute Abend und ein Sieg von Manchester United im Parallelspiel gegen Başakşehir würde bedeuten, dass sich die Deutschen und die Engländer im Direktduell im letzten Gruppenspiel mit einem Remis für die K.o.-Phase qualifizierten.

Zuletzt nur knapp am FC Bayern gescheitert

Zwar hat der PSG in der letzten Saison den Champions-League-Fluch endlich ein gutes Stück weit hinter sich gelassen, als er nach dem Achtelfinal-Weiterkommen gegen Borussia Dortmund beim Finalturnier in Lissabon durch Siege gegen Bergamo (2:1) und Leipzig (3:0) wenigstens einmal in den Final vorstiess. Aber eben: Nach der 0:1-Finalniederlage gegen die Bayern ist die Sehnsucht der Klubbesitzer aus Katar nach dem Gewinn der Königsklasse weiter ungestillt. Ein Ausscheiden in der Gruppenphase könnte Tuchel daher den Job kosten.

Zumal es auch in der Liga nicht optimal läuft. Zwar gab es nach den beiden Startniederlagen gegen Lens und Marseille acht Siege in Folge mit sagenhaften 26:1 Toren, doch am Freitag setzte es in Monaco eine 2:3-Niederlage ab. Mit der Folge, dass Lille den Parisern mit nur noch zwei Punkten Rückstand im Nacken sitzt. Besonders ärgerlich: Nach Kylian Mbappés Pflichtspieltoren Nummer 98 und 99 für den PSG und einer 2:0-Führung liess der Tabellenführer im Fürstentum die Wende zum 2:3 zu.

«Wir haben komplett aufgehört, Fussball zu spielen», klagte Tuchel hinterher. Er weiss, was die Stunde geschlagen hat und er und sein Team vor dem bisher wichtigsten Spiel dieser Saison stehen. «Wir müssen uns darauf vorbereiten, als sei es ein Endspiel», sagt der 47-Jährige.

Nachdem er im Hinspiel in Leipzig noch verletzungsbedingt auf Mbappé und Neymar verzichten musste, stehen nun beide zur Verfügung. Letzterer gab am Freitag als Einwechselspieler sein Comeback. Ob der Trainer auch mit ihm weiter auf das neue 4-4-2-System setzt? «Mbappé und Neymar werden die entscheidenden Spieler sein», denkt Tuchel, der auch auf den zuletzt geschonten Führungsspieler Marquinhos zurückgreifen kann. Was ebenfalls Mut machen sollte: Der PSG hat zu Hause noch nie gegen einen Bundesligisten verloren und sieben von acht Spielen gewonnen.

Autor

Markus Brütsch

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