Vancouver
Olympia: Diese sieben Eisen haben wir noch im Feuer

Noch zweieinhalb Tage, dann sind die Olympischen Spiele von Vancouver bereits wieder Geschichte. Dank den fünf Schweizer Goldjungs mit ihren sechs Medaillen sind es, was Gold angeht, die erfolgreichsten Winterspiele für Helvetien. Und sieben Eisen hat die Schweiz noch im Feuer, die darin vielleicht noch zu Edelmetall gehärtet werden. «a-z.ch» zeigt welche.

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Die sieben letzten Medaillenhoffnungen
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Die Curler um Markus Egger
Fränzi Mägert-Kohli
Phillip Schoch
Der Viererbob um Ivo Rüegg
Silvan Zurbriggen
Dario Cologna

Die sieben letzten Medaillenhoffnungen

Zweieinhalb Tage, bevor das Olympische Feuer in Kanada erlischt, hat die Schweiz noch sieben Medaillenhoffnungen am Start. «a-z.ch» zeigt in Zusammenarbeit mit der Sportredaktion der Aargauer Zeitung, welche Sportlerinnen und Sportler noch Edelmetall holen könnten.

Curling: Zweimal 50%

Bereits heute fällt die Entscheidung, ob die Schweizer Curlerinnen um Mirjam Ott Bronze holen oder nicht. Gegen die Chinesinnen haben sie in der Vorrunde mit 6:8 verloren. Auch die Schweizer Curler um Markus Egger spielen morgen im kleinen Final um die Bronzemedaille. Gegner sind die Schweden, die man in der Round Robin mit 7:3 abfertigte. Zweimal stehen die Chancen bei Fifty-fifty.

Snowboard-Parallelriesenslalom: Einmal 10%, einmal 80%

Die Berner Oberländerin Fränzi Mägert-Kohli soll heute die Ehre der Schweizer Frauen retten. Sie fuhr bislang eine gute Saison und gewann zwei Parallel-Riesenslaloms (1x im Weltcup, 1x am North America Cup). Edelmetall sollte für sie also drin liegen. Die Redaktion tippt zu 80% auf einen weiteren «Plämpel». Auch Simon Schoch, der Silbermedaillengewinner im Parallel-Riesenslalom von Turin könnte am Samstag für eine Überraschung gut sein, obwohl er in der bisherigen Saison nicht zu überzeugen wusste. Grosszügig gerechnete 10%-Aussenseiterchance.

Vierer-Bob: 66%-Chance auf Edelmetall

Liefe alles normal, müsste man dem Viererbob eine hundertprozentige Chance auf Edelmetall zugestehen. Doch auf dieser Strecke ist für das Team von Ivo Rüegg der Wurm drin. Auch wegen des Sturzes von Anschieber Beat Hefti im Zweier muss ein Fragezeichen hinter diese Medaillenhoffnung gesetzt werden. Zu zwei Drittel fährt der Vierer aufs Podest, so die Einschätzung der Redaktion. Nach den Rennen heute und morgen wird man mehr wissen.

Slalom 33%, Langlauf 10%

Eigentlich sind die vier Österreicher die besseren Slalom-Fahrer als Silvan Zurbriggen. Doch das Austria-Team war bislang eine einzige Enttäuschung und Zurbriggen ist durch seine Bronze-Medaille in der Super-Kombination beflügelt. Ausserdem liegt dem Walliser der Hang von Whistler Mountain. Wenn alles stimmt gibt's am Samstag mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Drittel eine Medaille.
Dario Colognas Chancen auf eine zweite Medaille sind beim 50-km-Lauf vom Sonntag nicht allzu hoch - maximal 10% schätzt die Redaktion. Aber ein schöner Schlusspunkt wäre dies dennoch für das Schweizer Team.

So viele Medaillen holt die Schweiz noch

Wenn zwei der sieben Chancen genutzt werden, dann hat die Schweizer Delegation mit zehn Medaillen die Mindestvorgabe erreicht. Betreibt man ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung und zählt die Prozentzahlen zusammen, ist das Ergebnis ganz klar: Die Schweiz holt noch genau drei Medaillen. Hopp Schwiiz!

(pat)

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