Anekdote 4
Olympia-Anekdoten: Miracle on Ice - der kalte Krieg in der Eishalle

Von Blutbeuteln, Zehntelsekunden und einem Wunder: Olympische Winterspiele haben zuhauf wundersame Geschichten und Anekdoten hervorgebracht. Von allen zu berichten würde Seiten und Stunden füllen. Hier finden Sie jeden Tag eine kleine Geschichte.

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Das U.S. Hockey Team gewinnt den Halbfinal gegen das Hockey Team der Sowjetunion.
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Die Amerikaner schlagen die professionellen Spieler der UdSSR 4:3.
Nach dem Spieler rennen die Amerikaner zu ihrem Goalie Jim Craig.
Miracle on Ice, Eishockey spiel U.S. gegen UdSSR 1980
Vladislav Tretiak, der Goalie der sowjetischen Mannschaft ist nach der Niederlage am Boden zerstört.
Eric Strobel und James Craig umarmen sich nach dem 4:2 Sieg im Final gegen Finnland.
Vladimir Petrov (rechts) des sowjetischen Teams war zweifacher Olympischer Hockey Champion.

Das U.S. Hockey Team gewinnt den Halbfinal gegen das Hockey Team der Sowjetunion.

Keystone

Ein unvergessliches Ereignis in der Geschichte der Winterspiele fand vor 38 Jahren statt, 1980 in Lake Placid. Mitten im Kalten Krieg trafen am 22. Februar die Eishockeymannschaften der Sowjetunion und der USA in der Finalrunde aufeinander. Hier die so gut wie unbesiegbaren, unter professionellen Bedingungen spielenden Staatsamateure der UdSSR, geschult von "Väterchen" Wiktor Tichonow, dort die in einer jungen College-Mannschaft versammelten wahren Amateure.

Der Ausgang des Spiels war eine Sensation. Die Studenten gewannen 4:3 und kreierten das "Miracle on Ice". Zwei Tage später stellten sie mit einem Erfolg gegen Finnland den nicht für möglich gehaltenen Olympiasieg sicher. Die denkwürdigen Ereignisse von Lake Placid wurden in einem Kinofilm verarbeitet, mit Karl Malden in der Rolle des US-Trainers Herb Brooks.