Orientierungslauf

OL-Weltmeisterschaft: Gemischte Gefühle und ein neues Familienprogramm

Fabian Hertner gewann in Estland die Silbermedaille.

Fabian Hertner gewann in Estland die Silbermedaille.

Swiss Orienteering blickt auf der Weltmeisterschaft in Estland mit gemischten Gefühlen zurück. Die angestrebten sechs Medaillen konnten nicht gewonnen werden.

Nach erfolgreichem Start mit dem Gewinn der Gold-Medaille im Sprint-Final von Daniel Hubmann und der Bronze-Medaille in der Sprint-Staffel folgte in der Langdistanz ein Dämpfer, ehe Fabian Hertner über die gestrige Mitteldistanz die Silbermedaille gewinnen konnte.

Beim Relay blieben die Schweizer unter ihren Erwartungen und konnten keine Medaillen gewinnen. Bei den Damen bestätigte die 26-jährige Tessinerin Elena Roos mit zwei Diplomen und der Bronzemedaille in der Sprint-Staffel ihr grosses Potenzial, was insbesondere auch im Hinblick auf die HeimEuropameisterschaft im Mai 2018 im Tessin hoffen lässt.

«Zufrieden mit der Leistung»

Mit der Weltmeisterschaft endet auch die Zeit von Patrik Thoma als Chef Leistungssport und Chef Elite. «Auch wenn wir die Zielsetzung nicht erreicht haben, so bin ich doch insbesondere mit der meistens soliden bis guten Leistung der Damen zufrieden, während wir bei den Herren teilweise auch Pech zu beklagen hatten». Thoma‘s Nachfolgerin, Christine Lüscher-Fogtmann, war bisher Chefin Nachwuchs von Swiss Orienteering.

Die gebürtige Dänin ist bereit für die neue Herausforderung als Bereichsleiterin Leistungssport: «Ich freue mich sehr, ein solch leistungsstarkes und hochstehendes Kader übernehmen und dieses weiterbringen zu dürfen», so die 45-Jährige.

Neues Familienprogramm

Swiss Orienteering lanciert diesen Herbst gemeinsam mit dem neuem Titelsponsor Coop ein innovatives Familienprogramm: In den letzten 15 Jahren hat das Schulprojekt «sCOOL» als eines der grössten Schulprojekte im Schweizer Sport über 300'000 Kids den OL-Sport nähergebracht und wird nun mit «Coop FamCOOL» erweitert. «Orientierungslaufen ist eine typische «Lifetime-Sportart» und diese starke familiäre Positionierung soll mit dem neuen Projekt noch zusätzlich gestärkt werden», erklärt Jürg Hellmüller, Präsident von Swiss Orienteering. Damit sollen die Familien zum «Bewegen und Orientieren» motiviert werden.

«Wir freuen uns sehr, dass wir mit Coop einen sehr attraktiven und glaubwürdigen Hauptpartner haben gewinnen können, der entscheidend mithelfen wird, dieses vielversprechende Breitensportprogramm schweizweit als eine der grössten Familienplattformen zu etablieren», erklärt Martin Gygax, Geschäftsführer von Swiss Orienteering. (pd)

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