NHL
Oilers-Verteidiger erzielt 66 Sekunden vor Schluss den Gamewinner – dummerweise ins eigene Tor

Offiziell gibt's im Eishockey ja keine Eigentore. Aber wie bitteschön soll man den 5:4-Gamewinner der Toronto Maple Leafs beim 6:4-Sieg gegen die Edmonton Oilers denn sonst nennen?

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Kris Russell (l.) unterläuft gegen Toronto ein sehr unglückliches Eigentor

Kris Russell (l.) unterläuft gegen Toronto ein sehr unglückliches Eigentor

Keystone

Der Reihe nach: Oilers-Verteidiger Kris Russell ist wahrlich kein Skorer (40 Tore in 666 NHL-Spielen), erzielt 17 Minuten vor Schluss mit einem satten Schuss unter die Latte dennoch den 4:4-Ausgleich. Das Publikum in Edmonton darf nach einem 1:3- und 3:4-Rückstand wieder auf einen Heimsieg hoffen.

Doch diese macht Kris Russell 66 Sekunden vor Ende der Partie gleich selbst zunichte. Der 30-jährige Kanadier will nach einem geblockten Schuss seines Torhüters Laurent Brossoit klären, wischt den Puck aber unhaltbar ins eigene Tore.

Marleau statistischer Torschütze

Offizieller Torschütze ist Torontos Patrick Marleau, der den Puck vor Russells unglücklicher Intervention zuletzt berührt hatte. Immerhin jubelte er danach nicht wie damals Nobuhiro Sugawara an der WM 2004 gegen Dänemark, als er sein Japan mit einem fälschlicherweise gewollten Eigentor zum Abstieg schoss.

Die Partie ist mit dem Eigentor – Philippe Furrer lässt sicher grüssen – entschieden. Nazem Kadri trifft eine Sekunde vor Schluss noch zum 6:4 ins leere Tor. (pre)

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