Mit dem Sieg in Garmisch-Partenkirchen hat Simon Ammann wieder Chancen auf den Tourneesieg. Dass der Wettbewerb nach nur einem Durchgang abgebrochen wurde und die Windverhältnisse prekär waren, sahen alle.

Offenbar «provozierte» Ammann mit seime Sieg bei diesem zweiten verkürzten Springen diverse Österreichische Wintersportfreunde. Er nicht nur gewonnen sondern - oh Schreck! - im Interview die Frechheit gehabt zu meinen, er habe halt im Gegensatz zur Konkurrenz das Risiko am besten eingeschätzt. Statt den Zerknirschten zu spielen gab er offen zu, dass ihn der Sieg überaus freue. Hinzu kam, dass er im Vorfeld des Springens keck meinte, die Vierschanzentournee zu packen.

Die Empörung kam sogleich in Form ziemlich grenzwertiger Forums-Postings im seriösen «Standard». Für einige Ohren ist Ammann offenbar «eine Zumutung, wenn er spricht.» Der «Schummel-Schumi des Skisprungsports» sei ein «Charakterschwein» entfährt es Usern unter Zornesröte.

«Alpenkäse» Ammann gewinne nur, wenn ihm die Jury helfe - sogleich kamen Verschwörungstheoretiker auf den Plan und munkelten, Schweizer Funktionäre hätten bei der Absage des zweiten Durchgangs die Hand im Spiel gehabt.

«Kleiner, hinterfotziger Schwyzer»

Und alte österreichische Traumata feierten sofort Urständ: Der «Vollpfosten» Ammann habe die letzten zwei Olympiamedaillen nur aufgrund seiner neuen «irregulären» Bindung gewonnen.

Keine Zweifel, dieser «kleine, hinterfozige» Schwyzer bringt die Ösis auf die Palme. (cbk)