Es hätte der goldene Sonntag werden sollen. Es hätte die Schweizer Initialzündung an diesen Olympischen Winterspielen werden sollen. Mit unvergesslichen Emotionen dank Beat Feuz und Dario Cologna.

Am Ende ist: nichts.

Gut, der eine, Feuz, kann an seinem 31. Geburtstag ziemlich wenig dafür. Die Abfahrt wurde wegen zu heftigen Windes auf Donnerstag verschoben. Also versuchte sich Feuz stattdessen als Glücksbringer an der Langlauf-Strecke. Zusammen mit seinen Kollegen unterstützte er Cologna bei dessen erstem Einsatz.

Es ist ein enttäuschender Ausflug geworden. Enttäuschend, weil der Bündner vier Jahre nach seinem Olympiasieg in Sotschi in derselben Disziplin keine Medaille gewinnt. Das kommt unerwartet und überraschend. Schliesslich war Cologna in Topform. Auch am Tag zuvor gab er sich im kleinen Kreis ziemlich überzeugt, das Rennen gewinnen zu können. Doch daraus ist nichts geworden.

Enttäuschung? Ja! Aber die ganz grosse Ernüchterung muss deswegen nun nicht ausbrechen. Es warten genügend Medaillen-Chancen. Gerade auch für Cologna. Über 15 Kilometer Freistil ist er erneut zu favorisieren. Umso mehr, weil dieses Rennen mit Einzelstarts durchgeführt wird. Denn eines muss man neidlos anerkennen. Cologna ist nicht primär an sich selbst gescheitert. Sondern an einer grossartigen Team-Taktik der Norweger.