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Nicola Spirig glänzt zwölf Wochen nach der Geburt ihres dritten Kindes

Nicola Spirig glänzt bei ihrem Comeback nach der Mutterschaftspause

Nicola Spirig glänzt bei ihrem Comeback nach der Mutterschaftspause

Zwölf Wochen nach der Geburt ihres dritten Kindes glänzt Olympia-Siegerin Nicola Spirig bei ihrer Rückkehr mit einem achten Platz beim Triathlon in Hamburg. Sie hat damit bereits die Hälfte der Kriterien für die Olympia-Qualifikation erfüllt.

Nur zwölf Wochen nach der Geburt ihres dritten Kindes Alexis feierte Triathlon-Olympia-Siegerin Nicola Spirig ein beachtliches Comeback. In Hamburg belegte die 37-Jährige im Einzelrennen der WM-Serie den achten Rang. Sie benötigt damit nur noch ein weiteres Top-Ten-Resultat, um sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren. «Ich bin sehr, sehr glücklich und vor allem wahnsinnig erleichtert», sagte Spirig, die mit geringen Erwartungen ins Rennen gestartet war und von einer positiven Überraschung sprach.

Nicola Spirig glänzt bei ihrem Comeback nach der Mutterschaftspause

Nicola Spirig glänzt bei ihrem Comeback nach der Mutterschaftspause

Spirig kam nach den 750 Metern Schwimmen mit einem Rückstand von 24 Sekunden auf die Spitzengruppe aus dem Wasser und behauptete sich danach auf dem Rad in der Spitzengruppe. «Auf dem Rad war es schwierig, sehr technisch und wegen des Regens relativ gefährlich», sagte Spirig, die auf der fünf Kilometer langen Laufstrecke einen Sturz zu verkraften hatte. «Aber vielleicht hat mir das die nötige Motivation gegeben, den achten Rang zu halten», sagte Spirig, die das Ziel mit 35 Sekunden Rückstand auf Siegerin Non Stanford erreichte.

Eltern Ursula und Sepp als Hütedienst

Vor allem organisatorisch bedeutet das Rennwochenende in Hamburg für Spirig eine Herausforderung. «Weil ich Alexis noch stille, muss ich schauen, dass er nicht Hunger hat und mir überlegen, wann und wo ich stille», hatte die Zürcherin vor dem Rennen gesagt. Während Spirigs Mann, Reto Hug, in der Schweiz auf die Kinder Yannis (6) und Malea (2) aufpasst, begleiteten Spirigs Eltern Ursula und Sepp ihre Tochter nach Hamburg, um während der Rennen die Betreuung von Enkelsohn Alexis zu übernehmen. «Denn für mich ist es das Wichtigste, dass meine Kinder gesund und happy sind», sagte Spirig nach dem Einzelrennen, das sie im Vorfeld als Standortbestimmung bezeichnet hatte.

Am Sonntag bestreitet Spirig den Team-Wettkampf, bei der nicht nur ein Weltmeister gekürt wird, sondern bei dem es auch um Startplätze in Tokio geht. Die sieben stärksten Nationen dürfen an den Olympischen Spielen im Einzel zwei Starter ins Rennen schicken, die Schweiz belegt derzeit den sechsten Rang. «Obwohl ich noch ein paar Kilogramm zu schwer bin, fühle ich mich bereits wieder so fit und stark, dass ich dem Team helfen kann», sagt Spirig. Ihr Saisonhöhepunkt steht Ende August an. Dann finden in Lausanne die Einzel-Weltmeisterschaften statt.

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