Transfer-Kracher?
Neymars Wechsel weiterhin nur ein Gerücht: Barça und PSG führen die Fussball-Welt an der Nase herum

Am Dienstagabend wurde die offizielle Bestätigung des Transfers von Superstar Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain erwartet. Stattdessen wurde an den von Barça und PSG angesetzten Medienkonferenzen nur über die anstehenden Testspiele gesprochen.

Anes Filan und Dean Fuss
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Wechselt Neymar zu Paris Saint-Germain?

Wechselt Neymar zu Paris Saint-Germain?

Keystone

Seit Tagen wird wie wild spekuliert. Neymars Transfer vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain ist je nach Quelle nur noch Tage, Stunden oder gar Minuten davon entfernt, perfekt zu werden. Am Dienstagnachmittag schien nun plötzlich Klarheit in das riesige Geschäft zu kommen: Paris Saint-Germain und der FC Barcelona hatten je eine Medienkonferenz um 23.00 Uhr (MEZ) beziehungsweise 23.30 Uhr (MEZ) angesetzt.

Allenthalben wurde spekuliert, dass der Mega-Deal an diesen Medienkonferenzen offiziell bestätigt werden würde. In den klassischen Print-Medien wurden Plätze freigeräumt, auf denen die Vermeldung des Neymar-Wechsels kurz vor Redaktionsschluss hätte Platz finden sollen.

Keine offiziellen Stellungnahmen zum Thema Neymar

Aber: Ausser Spesen nichts gewesen. Dass es entgegen aller Erwartungen doch keine Klarheit in Sachen Neymar geben würde, wurde bereits an der PSG-Medienkonferenz um 23.00 Uhr klar. Trainer Unai Emery und Stürmerstar Edinson Cavani waren zwar zur Beantwortung der medialen Fragen da, wollten sich aber partout nur zum anstehenden Test-Kick gegen Juventus Turin und keinesfalls zum Thema Neymar äussern.

Cavani lässt sich dann gemäss dem Onlineportal des «Blick» immerhin doch zu einer Antwort auf eine Neymar-Frage hinreissen: «Heutzutage wird viel geredet. Neymar ist ein klasse Spieler. Wer würde ihn nicht wollen. Aber wir sind auch so gut aufgestellt, wie es jetzt ist.»

Ähnlich ist das Ergebnis der Barça-Medienkonferenz rund eine Stunde später. Gerard Piqué und Javier Mascherano informieren über den bevorstehenden Test-Kick gegen Manchester United. Gemäss dem Onlineportal von «20 Minuten» gab Piqué dabei immerhin zu Protokoll, dass er öfter mit Neymar spreche und dieser auf ihn einen gelassenen Eindruck mache. Schlussendlich müsse er entscheiden, was er in Zukunft wolle.

Am Sonntag hatte Barca-Innenverteidiger Piqué zusammen mit Neymar noch ein Bild mit der Unterschrift «Se queda» («er bleibt») auf Instagram gepostet:

Die Gerüchteküche brodelt heftig

Neymar hat beim FC Barcelona eigentlich einen Vertrag bis Juni 2021. Trotzdem ist der brasilianische Superstar heiss begehrt: In den vergangenen Tagen verdichteten sich die Anzeichen, dass der PSG kurz vor der Verpflichtung des 25-jährigen Stürmers stehen könnte.

Wird Mbappé noch vor Neymar zum neuen Rekord-Transfer?

Wie die spanische Sportzeitung «Marca» am Dienstag berichtete, wird das umworbene 18-jährige Supertalent Kylian Mbappé für 180 Millionen Euro von der AS Monaco zum spanischen Meister Real Madrid wechseln.

Angeblich sollen die Franzosen bereit sein, eine Ablösesumme von 242 Millionen Franken für den Brasilianer zu bezahlen. Es wäre der mit Abstand teuerste Transfer der Fussball-Geschichte. Neymar da Silva Santos Júnior, wie er mit vollem Namen heisst, würde die jetzige Rekordablösesumme des 24-jährigen Paul Pogba (im Sommer 2016 von Juventus zu Manchester United für 105 Millionen Euro) mehr als verdoppeln.

Neymar-Paket für über eine halbe Milliarde Franken

Allerdings: Die 242 Millionen Franken wären noch nicht alles, was an Kosten auf den französischen Hauptstadtklub zukommen würde. Gemäss der «Daily Mail» würde Neymar nämlich beim PSG 2,5 Millionen Franken monatlich verdienen. Hinzu käme ein Transfer-Handgeld von über 45 Millionen Franken an Neymars Vater. Insgesamt würden sich die Pariser den Neymar-Deal also über eine halbe Milliarde Franken kosten lassen. Wahnsinn!