Apropos

Nett lächeln und die Preise erhöhen

In Kitzbühel selbst wird ab Freitag und der Teufel los sein, auch in den Hotels.

In Kitzbühel selbst wird ab Freitag und der Teufel los sein, auch in den Hotels.

Noch ist es ruhig in der Hotellobby. Aber in Kitzbühel rüstet man sich auf den Grossandrang. Die Rennen sind ein Happening. Promis, Partys und jede Menge zahlende Kundschaft. Da reibt sich jeder Hotelbesitzer die Hände. Wir haben zugehört, als der Manager seine Angestellten instruierte:

Manager: Jede Flasche Wein wird am Wochenende neun Euro teurer. Die Bierpreise erhöhen wir um 25 Prozent. Genauso die Preise fürs Abendessen.

Angestellter: Aber ist es nicht komisch, wenn in der Karte andere Preise stehen?

Manager: Die Karten werden angepasst. Zudem räumen wir alle Deko-Objekte weg. Das Restaurant soll so viel Platz wie irgendwie möglich bieten. Am Eingang stehen Sicherheitskräfte, die nur hereinlassen, wer hier wohnt, oder so aussieht, als ob er konsumieren will.

Angestellter: Haben wir am Wochenende besonders wichtige Gäste hier?

Manager: Aus Spanien kommt eine Gruppe, die hat irgendwas mit dem FC Barcelona zu tun. Generell gilt, dass ihr aufmerksam seid. Jeder Wunsch wird den wichtigen Gästen erfüllt.

Angestellter: Immer nett lächeln.

Manager: Ganz genau. Und wir erhöhen auch die Preise fürs Frühstück.

Angestellter: Sonst noch was?

Manager: Wenn wir Glück haben, fährt ein Athlet der Nation X, die bei uns wohnt, auf das Podest. Dann wird von der Delegation sicher die eine oder andere Runde offeriert. Drücken wir der Nation X also fest die Daumen, auch wenn es keine Österreicher sind.

Angestellter: Was ist mit den Blumen?

Manager: Die Blumen müssen auch weg. Es wird voll hier. Nicht schön.

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