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Wechselwunsch Bordeaux: Petkovic will die Nati offenbar verlassen – der Fussballverband reagiert

Vladimir Petkovic scheint die Schweizer Nationalmannschaft verlassen zu wollen. Der 57-jährige Tessiner steht vor einem Wechsel zu Girondins Bordeaux.

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Aktuell noch Nati-Trainer: Vladimir Petkovic

Aktuell noch Nati-Trainer: Vladimir Petkovic

Urs Lindt / freshfocus

Nach dem unglücklichen Ausscheiden bei der sonst erfolgreichen EM, scheint Vladimir Petkovic nun eine neue Herausforderung zu suchen. Das berichtet die französische Sportzeitung «L'Equipe». Petkovic soll den Schweizerischen Fussballverband (SFV) bereits um eine Vertragsauflösung gebeten haben. Gegenüber dem «Blick» sagt Vinicio Fioranelli, der als Agent und Freund dem Nati-Trainer seit Jahren nahestehe: «Ja, es ist richtig, dass Vladimir Petkovic um die Freigabe gebeten hat.»

Bereits vor der EM habe Petkovic mit Eintracht Frankfurt gesprochen; Interesse soll es auch von Klubs wie Fenerbahçe, Zenit St. Petersburg oder dem russischen Verband gegeben haben. Doch nun zieht es ihn wohl in die französische Ligue 1. Genauer gesagt: Girondins Bordeaux.

Der französische Erstligist, bei dem auch Nati-Spieler Loris Benito unter Vertrag steht, habe sich vor knapp zehn Tagen bei Petkovic gemeldet. Laut dem Blick sollen sich Bordeaux und Petkovic bereits auf einen Dreijahres-Vertrag bis 2024 geeinigt haben.

So reagiert der Fussballverband

­Ob der Schweizerische Fussball-Verband seinem Trainer allerdings die Freigabe erteilt, ist derzeit noch unklar. Möglicherweise wird sogar eine Ablösesumme fällig. Wie der SFV am Montag mitteilt, habe sich am Sonntagnachmittag der Sportdirektor von Girondins Bordeaux bei Nati-Direktor Pierluigi Tami gemeldet und sein Interesse an Nationalcoach kundgetan. Aktuell liefen Gespräche zwischen den involvierten Parteien. Allerdings, so betont der SFV, habe Vladimir Petkovic einen laufenden Vertrag, der sich im Falle der einer erfolgreichen WM-Qualifikation automatisch bis Ende 2022 verlängere.

Bei Bordeaux begann Zidanes Weltkarriere

Bei Bordeaux wurde Zinédine Zidane einst zum Star. Zwar verlor Zidane das Finalspiel im Uefa-Pokal 1996 gegen den FC Bayern München, zeigte in der Serie aber eine Weltklasseleistung und wechselte daraufhin zu Juventus Turin, wo sein Aufstieg zum Weltstar so richtig Fahrt aufnahm. Vergangene Saison schloss Bordeaux auf dem 12. Tabellenplatz ab. Mit Vladimir Petkovic als Trainer erhofft man sich in der französischen Weinbauregion künftig weiter oben mitzuspielen. (phh)

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