National League
Ambris Niederlagenserie geht weiter – Zug deklassiert Davos

Die Leventiner verlieren trotz früher Führung zum siebten Mal in Folge und müssen sich nach dem 1:4 gegen den SCB von den Bernern überholen lassen.

Simon Scheidegger
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Tristan Scherwey trifft zum Ausgleich für den SC Bern. Goalie Damiano Ciaccio hat das Nachsehen.

Tristan Scherwey trifft zum Ausgleich für den SC Bern. Goalie Damiano Ciaccio hat das Nachsehen.

Keystone

Eigentlich hätte sich der HC Ambri-Piotta keinen besseren Start in die Partie gegen den SC Bern wünschen können. Gerade einmal anderthalb Minuten sind gespielt, als Noele Trisconi Patrick Incir lanciert und der 26-Jährige Tomi Karhunen im Tor der Berner bezwingt. Doch eben, danach dauert das Spiel noch 58 Minuten, und die Tessiner sind in den letzten Wochen nicht damit aufgefallen, besonders lange in Führung zu liegen. Auch am Samstagabend dauert die Glückseligkeit nur kurz: Tristan Scherwey gelingt in der fünften Minute in Überzahl der Ausgleich. Auf Pass von Inti Pestoni, der in der nächsten Saison wieder das Trikot der Biancoblu tragen wird.

Der disziplinarische Unterschied

In der Folge wurde der Spielfluss des Heimteams immer wieder durch Strafen gebremst. Am Ende sollten auf dem Konto der Leventiner nicht weniger als 26 Strafminuten stehen, während dem die Berner keine einzige Strafe hinnehmen mussten. Dieser disziplinarische Unterschied sollte für den SCB einen entscheidenden Vorteil bringen. Kurz nach Wiederbeginn im zweiten Drittel traf Calle Andersson im Powerplay zur Berner Führung. Da die Mannschaft Mario Koglers in der Folge nicht an diese Effizienz im Überzahlspiel anschliessen konnte, blieben die Tessiner lange im Spiel und wahrten sich die Chance auf einen Punktgewinn. Nach Jesper Olofssons sechstem Saisontor (53.) war diese Hoffnung indes dahin.

Rückkehrer Cory Conacher besiegelte mit seinem Treffer ins leere Gehäuse zum 1:4 die siebte Niederlage in Folge für den HCAP und sorgte dafür, dass der SCB nach der langen Quarantäne nun punktemässig trotz vier ausgetragenen Partien weniger bereits zu den Tessinern aufgeschlossen hat und auf den 10. Rang vorrückt, der noch zu einer Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt.

Zugs breites Kader

In der oberen Region der Tabelle setzten sich die Favoriten durch. Leader Zug deklassierte den HC Davos auswärts gleich mit 7:2, wobei sich bei den Zentralschweizern gleich sieben verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Die ZSC Lions feierten bei den Rapperswil-Jona Lakers eine 6:2-Erfolg. Raphael Prassl traf doppelt für die Zürcher. Fribourg-Gottéron gewann derweil beim EHC Biel dank eines fulminanten Mitteldrittels und vier Toren innert 13 Minuten nach Rückstand 4:1. Yannick Herren zeichnete sich für die Freiburger als Doppeltorschütze aus.

Lausanne musste derweil zum vierten Mal in Folge als Verlierer vom Eis. Wie schon bei den letzten beiden Spielen verloren die Waadtländer nach Verlängerung. Im Derby gegen Servette avancierte Noah Rod nach 1:20 Minuten zum Matchwinner für die Genfer, die nach 1:2-Rückstand im ersten Drittel noch 3:2 gewinnen sollten.

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