Kolumne Skisprung-WM
Nackte Tatsachen am Schanzentisch

Der Skiverband lässt die Frauen an der Weltmeisterschaft in Oberstdorf erstmals von der grossen Schanze springen. Und selbst beim Entblössen waren die Männer um Jahre schneller.

Rainer Sommerhalder
Rainer Sommerhalder
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Die deutsche Skispringerin Juliane Seyfarth sagt, sie habe weltweite und ausschliesslich positive Reaktionen auf ihre Nacktbilder im Playboy erhalten.

Die deutsche Skispringerin Juliane Seyfarth sagt, sie habe weltweite und ausschliesslich positive Reaktionen auf ihre Nacktbilder im Playboy erhalten.

Keystone

Ein weiteres Stück Gleichberechtigung beim Skispringen. An der WM in Oberstdorf dürfen die Frauen erstmals von der grossen Schanze um Medaillen springen. Vorbei die Zeiten, als besorgte Verbandspräsidenten eine Verletzung der Gebärmutter bei der Landung befürchteten. Nun fehlt aus Sicht der Athletinnen nur noch das Skifliegen. Und die Korrektur der Tatsache, dass es bei den Männern um gut dreimal mehr Preisgeld geht.

Gleichberechtigung herrscht im wagemutigen Wintersport seit kurzem auch beim Drang, sich füdliblutt zu präsentieren. Die deutsche WM-Teilnehmerin Juliane Seyfarth liess sich im Playboy hüllenlos und zum Sport passend mit schwarzen Flügeln auf dem Rücken fotografieren. Aber selbst in dieser Disziplin waren die männlichen Flieger privilegiert. Das Video, wie der derzeitige Dominator Halvor Eigner Granerud 2013 in Oslo nackt von der Schanze springt, hat längst Kultcharakter.

Halvor Graneruds Sprung nackt von der Skischanze.

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