Nachgefragt
Heinz Lindner nach der Pleite gegen St. Gallen: «Unser Karren ist ziemlich schwer»

FCB-Keeper Heinz Lindner erklärt, dass beim 1:3 gegen den FC St. Gallen die Leidenschaft fehlte und wie der Klub so schnell wie möglich wieder aus diesem Tief kommt.

Aufgezeichnet: Céline Feller
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Heinz Lindner ist mit der Einstellung seines Teams gegen St.Gallen nicht einverstanden.

Heinz Lindner ist mit der Einstellung seines Teams gegen St.Gallen nicht einverstanden.

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Der FCB gewinnt auch sein fünftes Spiel in Serie nicht. Wieso hat es erneut nicht geklappt?

Heinz Lindner: Wir waren nicht so aggressiv, wie wir das beispielsweise gegen Lausanne noch waren. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, Chancen zu kreieren. Vor allem im letzten Drittel haben wir leider die Spieler von St. Gallen in die gefährliche Zone dribbeln lassen.

Wie fühlt es sich an, im Tor zu stehen mit einer schwachen Verteidigung davor?

Ich will das nicht so stehen lassen, dass die Verteidigung schwach ist. Wir müssen als Team verteidigen, und das haben wir nicht so auf den Platz gebracht wie zuletzt. Wir haben nicht den Spirit an den Mann gelegt und auch der unbedingte Wille, kein Tor zu bekommen, war nicht zu spüren. Wir haben verdient verloren.

Es wird nicht einfacher. Am Mittwoch kommt YB.

Es ist Fakt, dass wir anders auftreten müssen, um gegen YB zu bestehen. Das können wir, das haben wir bewiesen.

Ist das Spiel gegen YB vielleicht viel mehr noch die grosse Chance, um die Wende einzuleiten?

Wir haben in jedem Spiel die Chance, die Wende einzuleiten. Wir müssen einfach diese Dinge, die ich angesprochen habe, abstellen.

Die Tabellensituation mal bei Seite geschoben: Der FCB hat eine schwierige Phase. Sie kennen das aus früheren Stationen. Inwiefern sehen Sie da Parallelen?

Ich weiss einfach aus Erfahrung, dass man aus schwierigen Situationen nur rauskommt, wenn man den Willen und die Leidenschaft an den Tag legt. Man muss den Karren aus dem Dreck ziehen, das erfordert einfach den unbedingten Willen. Unser Karren ist ziemlich schwer. Den müssen wir jetzt aber rausziehen. Das klappt aber nur mit der richtigen Einstellung. In unserer momentanen Situation ist es einfach auch wichtig, defensiv kompakt zu stehen und so wenige Tore wie möglich zu bekommen. Denn wir haben ein Team, das offensiv die Qualität hat, immer ein Tor zu schiessen.

Wie wichtig wäre es auch, dass von den 13 Verletzten ein paar schon am Mittwoch wieder zurück sind?

Sehr wichtig natürlich. Aber es ist jetzt auch die Möglichkeit für andere, sich ins Rampenlicht zu spielen. Wir haben einen breiten und guten Kader und die Möglichkeit, diese Verletzungen aufzufangen.