CS-Werbebotschafter

Nach Shitstorm: Roger Federer dankt Klimajugend und will Dialog mit seinen Sponsoren suchen

Roger Federer steht als Werbegesicht der Credit Suisse in der Kritik.

Roger Federer steht als Werbegesicht der Credit Suisse in der Kritik.

Diese Woche ist über Roger Federer ein Shitstorm eingebrochen. Klima-Aktivisten werfen ihm sein Engagement für die Credit Suisse vor. Jetzt nimmt er Stellung – zwar nicht direkt zur CS, aber zur Klimabewegung.

Sie fragten ihn, auf welcher Seite der Geschichte er stehe. Und sie riefen ihn dazu auf, nicht länger mit der Credit Suisse zu geschäften. Mitglieder der Klimastreikbewegung nahmen den Tennisprofi diese Woche in den sozialen Medien in die Mangel.

Auf Twitter hat Roger Federer nicht auf die Vorwürfe reagiert. Doch am Samstag lässt er der Nachrichtenagentur Reuters eine Stellungnahme zukommen, die auch CH Media vorliegt. Darin schreibt Federer:

«Ich nehme die Auswirkungen und die Bedrohung durch den Klimawandel sehr ernst, zumal meine Familie und ich inmitten der Zerstörung durch die Buschbrände in Australien ankommen. Als Vater von vier Kindern und leidenschaftlicher Befürworter der universellen Bildung habe ich grossen Respekt und Bewunderung für die Jugendklimabewegung. Ich bin den jungen Klimaaktivisten dankbar, dass sie uns alle dazu zwingen, unser Verhalten zu überprüfen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Wir sind es ihnen und uns selbst schuldig, zuzuhören. Zudem bin ich mir meiner Verantwortung als Privatperson, als Athlet und als Unternehmer sehr bewusst und möchte diese privilegierte Position für den Dialog in diesen wichtigen Fragen mit meinen Sponsoren nutzen.»

Roger Federer ist seit 2009 Werbebotschafter der Credit Suisse. Da die Bank in die Förderung fossiler Energieträger investiert, protestierten Mitglieder der Klimabewegung schon lange gegen die CS. Zwölf Personen müssen sich zurzeit vor Gericht verantworten, weil sie im November 2018 den Sitz der Credit Suisse in Lausanne besetzt hatten.

Federer kam am Donnerstag in Melbourne an und trainierte am Freitag ein erstes Mal in der Rod Laver Arena zusammen mit dem Ukrainer Sergei Stachowski. Am 15. Januar nimmt er an einem Benefizspiel teil. Das gesammelte Geld wird den Opfern der verheerenden Buschbrände in Australien zugeführt. Ab dem 20. Januar strebt er bei den Australian Open seinen siebten Titel an.

Roger Federer in der Rod Laver Arena.

Roger Federer in der Rod Laver Arena.

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