Wie die britische Zeitung "The Telegraph" berichtete, hat FIA-Präsident Jean Todt den Rennleiter Charlie Whiting zu einem entsprechenden Bericht aufgefordert. Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone sprach sich unterdessen für eine Untersuchung durch externe Experten aus.

Der Chirurg Gérard Saillant, Arzt und guter Freund von Rekordweltmeister Michael Schumacher, ist derweil Medienberichten zufolge am Dienstag in Japan zur weiteren Behandlung Bianchis eingetroffen. Erst nach Gesprächen mit dem 69 Jahre alten Mediziner sind neue Informationen zum Gesundheitszustand des 25-jährigen Franzosen zu erwarten.

Dies hatte Bianchis Vater Philippe bereits angekündigt. Sein Sohn liegt mit schweren Kopfverletzungen im Mie General Spital von Yokkaichi. Der Marussia-Fahrer war am Sonntag nach seinem schweren Unfall, als er gegen Ende des Grand Prix von Japan in Suzuka unter das Heck eines Bergungskrans gekracht war, notoperiert worden.

Saillant war auch nach Schumachers Skiunfall direkt zu Beratungen mit den behandelnden Medizinern nach Grenoble gefahren. Er hatte Schumacher unter anderem 1999 nach dessen Unfall in Silverstone operiert, bei dem sich der Deutsche einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte. Saillant ist Präsident des Gehirn- und Rückenmarks-Instituts in Paris.