EM-Qualifikation
Nach Fauxpas: Soll Petkovic von Bergen noch einmal eine Chance geben?

Die Schweiz hat ein Problem in der Abwehr. Mittendrin: YB-Verteidiger Steve von Bergen. Soll Petkovic ihm nach seinem schwachen Auftritt gegen Slowenien nochmals eine Chance geben?

Etienne Wuillemin, Maribor
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Steve von Bergen.

Steve von Bergen.

Keystone

Es war der Morgen vor dem Spiel, als Nationaltrainer Vladimir Petkovic dem ehemaligen Abwehrchef Steve von Bergen mitteilte, dass er gegen Slowenien nur auf der Bank sitzt. Von Bergen nahm seine Degradierung professionell auf, Mühe bereitete sie ihm gleichwohl. «Ich bin nicht der erste Spieler in Europa, der ein schlechtes Spiel gemacht hat», sagte er.

Die Chance zur Rehabilitation kam dann gleichwohl und etwas unverhofft. Von Bergen ersetzte in der 70. Minute den verletzten Senderos. Doch es wurde alles nur schlimmer. Mit einer seiner ersten Aktionen leitete er die Szene ein, die zum Elfmeter und damit zur Niederlage führte. Das Glück, das er gegen England hatte, als seine Fehler noch nicht zu Toren führten, war nun aufgebraucht.

Doch die Ansicht eines Boulevard-Reporters, dass er in dieser Saison unter Formschwankungen leide, wollte von Bergen nicht teilen. Wobei «Formschwankungen» eigentlich positiv formuliert ist. Tatsache ist, dass von Bergen in dieser Saison nie überzeugt. Die Gesichts-Verletzung im WM-Spiel gegen Frankreich hat ihm sichtbar zugesetzt. Selbst die Schnelligkeit, während der ganzen Karriere eine der grössten Stärken des 31-Jährigen, scheint zu leiden. Das wurde in den 20 Einsatz-Minuten gegen Slowenien sehr deutlich.

Senderos droht wegen seiner Oberschenkelverletzung gegen San Marino auszufallen, FCB-Verteidiger Schär musste ebenfalls verletzt absagen – Petkovic steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Soll er von Bergen noch einmal eine Chance geben?

Es spricht vieles dafür, dass Fabian Lustenberger, immerhin Captain bei Hertha BSC Berlin, eine Chance erhält.

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